
Orden laden zu vielfältigem Programm in der "Langen Nacht"
Viele Stifte und Klöster lassen sich die Gelegenheit nicht entgehen, bei der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Türen zu öffnen. Sie verbinden Architektur mit Spiritualität, Kultur mit Natur und erweisen sich Jahr für Jahr als besondere Besuchermagnete. Von Göttweig bis Lambach, von Seckau bis Klosterneuburg erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm, wie die heimischen Ordensgemeinschaften in einer Überblicksmeldung mitteilten. Insgesamt gibt es heuer fast 350 Veranstaltungen an 80 Standorten mit Ordensbezug.
Auch abseits der bekannten Stifte würden dabei zahlreiche Ordensgemeinschaften und Einrichtungen der Orden ihre Türen öffnen. So laden etwa die Barmherzigen Schwestern in Linz, das Orthopädische Spital in Wien-Speising oder das Augartenhospiz zum Entdecken ein. Viele dieser Orte würden im Alltag oft nicht unmittelbar mit Orden in Verbindung gebracht "und prägen doch seit Jahrzehnten das soziale, spirituelle und kulturelle Leben in Österreich", wie es heißt.
Einige Highlights: In der Erzdiözese Wien gibt es an 35 Ordensstandorten fast 190 Programmpunkte. Die Michaeler-, Dominikaner- und Franziskanerkirche sind mit dabei - aber auch viele kleinere und möglicherweise weniger bekannte Standorte, wie etwa die Gesprächsinsel auf der Freyung. Für Kulturliebhaber ist ein Einblick in die kürzlich entdeckten barocken Wandmalereien in der Alserkirche dabei. Humorvoll geht es sowohl in der Deutschordenskirche ("Jesus und seine Hawara") als auch in der Augustinerkirche ("In der Kirche darf auch gelacht werden") zu.
Im Stift Göttweig laden die Patres zum "Biertrinken für den guten Zweck", in Graz hat der Klostergarten im Konvent der Barmherzigen Brüder geöffnet, "Musik und Wort" gibt es in der Stiftsbasilika St. Florian mit einer literarischen Lesung und Musik von der Brucknerorgel. In Klagenfurt bei den Elisabethinen ist der Nachlass der Habsburger-Erzherzogin Maria Anna von Österreich zu sehen und in der Krypta der Innsbrucker Jesuitenkirche gibt es ein besonderes Blockflötenkonzert.
Über 1.700 Veranstaltungen österreichweit
Österreichweit sind in der "Langen Nacht der Kirchen" mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen bzw. weiteren Orten geplant. Eröffnet wird die "Lange Nacht" traditionell mit einem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Bis auf die Diözese Feldkirch, die heuer pausiert, sind alle heimischen Diözesen mit dabei, ebenso die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen). An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. In den vergangenen Jahren verzeichnete die "Lange Nacht" österreichweit stets an die 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer.
(Alle Infos: www.langenachtderkirchen.at bzw. Infos zu den Ordensangeboten in der "Langen Nacht": www.ordensgemeinschaften.at)
Quelle: kathpress