
Katholische Arbeitnehmer würdigen Papst-Enzyklika
Für die Katholische Arbeitnehmer:innenbewegung (KABÖ) stellt die Enzyklika "Magnifica humanitas" von Papst Leo eine Bestärkung im Einsatz für eine menschliche Arbeitswelt, besonders im KI-Bereich, dar. "Gewinnsucht und Reichtumsanhäufung auf dem Rücken ausgebeuteter Arbeiter:innen müssen kritisiert und verurteilt werden. Die Enzyklika ist eine Bestätigung der katholischen Soziallehre und stellt das Gemeinwohl an die erste Stelle", hieß es in einer Aussendung der KABÖ am Donnerstag.
Die KABÖ streicht in ihrer Stellungnahme speziell die Aussagen des Papstes zur Würde der Arbeit im digitalen Wandel hervor. Leo XIV. weise darauf hin, dass Automatisierung, Robotik und KI die Struktur der Arbeit in rasantem Tempo verändern. Er plädiere für eine Verlangsamung der Entwicklung, um die Handlungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten. Gleichzeitig spreche er von der Gefahr vermehrter Arbeitslosigkeit, befürchtet einen Dominoeffekt, der Familie, junge Menschen und die Wirtschaft tiefgreifend beeinträchtigt.
Zugleich bringe der Papst aber auch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass mittels dieser Technologien Menschen von beschwerlichen, monotonen oder gefährlichen Tätigkeiten entlastet werden. Jedoch müsse der Schutz der Arbeitsplätze und die unersetzliche Rolle des Menschen die allgemeine Regel bleiben. In diesem Wandel reicht es nicht aus, erst zu reagieren, wenn Arbeitsplätze verschwinden. Es sei notwendig, den Wandel im Voraus zu gestalten.
Als positiv hebt die KABÖ vor, dass es dem Papst um eine ganzheitliche menschliche Entwicklung von Innovation gehe, die nicht zu einer Ausgrenzung und zu Herrschaft führt. Wahrer Fortschritt werde an der unantastbaren Würde jedes Mannes und jeder Frau gemessen.
Quelle: kathpress