
1. Juni: Kirche feiert "Tag des Lebens"
Ganz im Zeichen des Schutzes der Würde des menschlichen Lebens steht die kirchliche "Woche für das Lebens" und der "Tag für das Leben". Während die "Woche für das Leben" von Diözese zu Diözese unterschiedlich zwischen Anfang Mai und Ende Juni gefeiert wird, hat der "Tag des Lebens" mit dem 1. Juni einen fixen Platz im Kalender. Kirchliche Einrichtungen sowie Lebensschutzorganisationen nutzen den Tag, um auf den Wert und Schutz des menschlichen Lebens hinzuweisen.
Mit einer österreichweiten Charity-Kampagne macht etwa "aktion leben" am 1. Juni auf die Situation schwangerer Frauen und Familien in Not aufmerksam. Österreichweit werden bei Informationsständen und Veranstaltungen Spenden gesammelt, die den Beratungs- und Hilfsangeboten für schwangere Frauen, werdende Eltern und Familien in schwierigen Lebenssituationen zugutekommen. Unterstützt wird die Initiative heuer von Simon Couvreur (30) und der Autorin und Journalistin Doris Schulz (62).
Familienverband: Mehr Unterstützung für Frauen in Konfliktsituationen
Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) fordert anlässlich des "Tag des Lebens" mehr Unterstützung für Frauen in Schwangerschaftskonflikten sowie den Ausbau von Beratungsangeboten. Zudem spricht sich der Verband für eine stärkere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Gründen für Schwangerschaftsabbrüche aus. "Eine anonyme Statistik und Motivforschung wäre eine dringend notwendige Grundlage für gezielte Beratungsangebote", so KFÖ-Vizepräsidentin Barbara Fruhwürth in einer Aussendung.
Seitens der Politik fordert Fruhwürth flankierende Maßnahmen wie ein flächendeckendes Netz an anerkannten psychosozialen und kostenfreien Beratungsstellen sowie eine Reform des Familienhärteausgleichsfonds. Weiters regt der KFÖ eine gesetzliche "Bedenkzeit" zwischen Beratung und einem möglichen Schwangerschaftsabbruch an. Der Verband verweist auf bestehende Wartefristen in anderen medizinischen Bereichen, etwa bei kosmetischen Operationen, und plädiert für eine sachliche Debatte über bestehende Regelungen. Frauen und Kinder sollten dabei im Mittelpunkt stehen, hieß es.
Ethikforum und Gottesdienst für das Leben
In Innsbruck wird die "Woche für das Leben" und der "Tag des Lebens" mit einem eigenen Veranstaltungsformat - dem "Ethikforum" - begangen. Am 2. Juni lädt die Diözese Innsbruck zu einer Diskussion unter dem Titel "Wie geht's der Seele in Social Media? Freiheit, Schutz und Verantwortung neu denken" ins Haus der Begegnung. Expertinnen und Experten aus Psychiatrie, Medienpädagogik, Kinderrechten und Jugendvertretung werden über die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Menschen diskutieren. "Gerade junge Menschen brauchen Freiheit zur Entfaltung, aber auch Schutz vor Manipulation, Überforderung und digitaler Entfremdung", erklärte der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler im Vorfeld.
Den liturgischen Höhepunkt bildet am 21. Juni ein "Gottesdienst für das Leben" im Salzburger Dom. Den Gottesdienst feiert Erzbischof Lackner. Im Anschluss steht eine Begegnung im Bischofsgarten mit Kindersegnung und einem Geschenk für jedes Kind auf dem Programm. (Infos: https://www.wochefuerdasleben.at)
Quelle: kathpress