
Bischofskonferenz wählt in Mariazell ihren Vorsitzenden
Unter dem Vorsitz von Erzbischof Franz Lackner tritt am Montag, 8. Juni, die Österreichische Bischofskonferenz zu ihrer Sommervollversammlung in Mariazell zusammen. Auf der Tagesordnung der dreitägigen Beratungen steht die Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters, nachdem die sechsjährige Amtszeit für beide abgelaufen ist. Die Wahl Lackners zum Vorsitzenden der Bischofskonferenz erfolgte während der Pandemie im Juni 2020 ebenfalls in Mariazell, der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer wurde damals zu seinem Stellvertreter gewählt. Eröffnet wird die Vollversammlung mit einem Studiennachmittag über das Ordensleben, wie der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, gegenüber Kathpress ausführte.
Seitens der Ordensgemeinschaften werden daran die beiden Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz, Generalpriorin Franziska Madl und Propst Anton Höslinger, sowie die Generalsekretärin Sr. Christine Rod und der Geschäftsführer Peter Bohynik teilnehmen. Die Konferenz der Säkularinstitute Österreichs ist durch ihre Vorsitzende Maria Lukas vertreten. Die Bischöfe werden sich bei der Vollversammlung auch mit der kürzlich veröffentlichten Sozialenzyklika "Magnifica humanitas" von Papst Leo XIV. befassen, so Schipka. Für Dienstag, 9. Juni, ist außerdem ein Treffen mit dem Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, geplant.
Wahl des Vorsitzenden
Die anstehende Wahl der beiden Vorsitzenden ist im Statut der Bischofskonferenz geregelt, wie deren Generalsekretär ausführte. So muss der Vorsitzende aus dem Kreis der Diözesanbischöfe gewählt werden, eine mehrfache Wiederwahl ist möglich. Bei der Wahl selbst sind alle sechzehn Mitglieder der Bischofskonferenz aktiv wahlberechtigt. Neben den neun Diözesanbischöfen und dem Militärbischof sind das auch die derzeit fünf Weihbischöfe und der Abt von Wettingen-Mehrerau. Das Statut sieht eine Zweidrittelmehrheit der wahlberechtigten Mitglieder für die Wahl zum Episkopatsvorsitzenden vor. Ab dem dritten Wahlgang genügt die relative Mehrheit.
Neben den Erzbischöfen Franz Lackner (Salzburg, 69) und Josef Grünwidl (Wien, 63) gehören der Bischofskonferenz aktuell - in alphabetischer Reihenfolge - die Diözesanbischöfe Benno Elbs (Feldkirch, 65), Hermann Glettler (Innsbruck, 61), Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau, 63), Josef Marketz (Gurk, 70), Manfred Scheuer (Linz, 70), Alois Schwarz (St. Pölten, 73) und Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt, 63) sowie Militärbischof Werner Freistetter (72) an. Mitglieder sind außerdem die Weihbischöfe Johannes Freitag (Graz, 53), Hansjörg Hofer (Salzburg, 74), Anton Leichtfried (St. Pölten, 59), Franz Scharl (Wien, 68) und Stephan Turnovszky (Wien, 61) sowie der Mehrerauer Abt Vinzenz Wohlwend (56).
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz koordiniert und moderiert das Gremium nach innen und repräsentiert es nach außen. Er beruft die Vollversammlung ein, erstellt gemäß den Statuten die Tagesordnung und leitet die Sitzungen. Da er die Bischofskonferenz nach außen vertritt, ist es in der Regel der Vorsitzende, der die Öffentlichkeit über die Ergebnisse einer Vollversammlung informiert. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen grundsätzlich die Beziehungen zwischen Staat und Kirche auf nationaler Ebene.
Festmesse am Mittwoch
Zum Abschluss der Vollversammlung feiern die österreichischen Bischöfe am Mittwoch, 10. Juni, um 11.15 Uhr einen Festgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Mariazell, zu dem die Gläubigen eingeladen sind. Der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl wird der Messe vorstehen und auch predigen.
Die Tagung der Bischöfe beginnt am Montag, 8. Juni, um 15 Uhr, mit einem Gebet beim Gnadenaltar in der Mariazeller Basilika. Im Anschluss findet ein Fototermin für die Presse statt. (Infos: www.bischofskonferenz.at)
Quelle: kathpress