
Pühringer: Gemeinsamer Einsatz der Kirchen für Frieden
Vom wachsenden Vertrauen in den ökumenischen Beziehungen zwischen Katholiken und Orthodoxen hat der Vorsitzende der Linzer "Pro Oriente"-Sektion, Altlandeshauptmann Josef Pühringer, gesprochen. Er hob in einer Aussendung vor allem den notwendigen gemeinsamen Einsatz der Kirchen für Frieden in der Welt hervor. Zudem zog er eine sehr positive Bilanz zur jüngsten "Langen Nacht der Kirchen". Am vergangenen Freitag hatte "Pro Oriente"-Linz zu einer Ikonen-Ausstellung geladen.
Mit der Ausstellung habe man wieder ein besonders Zeichen der geschwisterlichen Verbundenheit mit den Mitchristen in der Orthodoxie setzen wollen: "Wir setzten damit fort, was wir im vergangenen Jahr bereits begonnen haben: Pro Oriente ermöglicht in der Langen Nacht einen besonderen Blick auf unsere Mitchristinnen und Mitchristen in der Orthodoxie." Schon 2025 hätten rund 250 Menschen die Ausstellung besucht. Heuer seien es noch wesentlich mehr gewesen, zeigte sich Pühringer zufrieden.
Die Ausstellung sei zudem sehr bewusst am Sitz des katholischen Bischofs in Linz angesiedelt gewesen. "Wir wollten damit auch die Bedeutung zum Ausdruck bringen, die wir den ökumenischen Bemühungen zwischen Katholiken und Orthodoxen beimessen", so Pühringer.
Eine Ikone verstehe sich als Ort der Begegnung des Menschen mit der Ewigkeit. "Beim Schauen des Abbildes eröffnet sich der Blick auf das Urbild. Das Malen bzw. das Schreiben einer Ikone ist ein religiöser Akt, ein Herantasten an das Überirdische, auch ein Gebet, eine religiöse Übung, durch das Gestalten, dem Unbegreiflichem näher zu kommen."
Jedes Gebet, und damit auch jeder Strich mit dem eine Ikone geschrieben wird, sei letztlich in Zeiten wie diesen auch ein besonderer Hilfeschrei um Frieden, so der Pro-Oriente-Vorsitzende. Nachsatz: "Es ist gut, dass wir Christen gemeinsam bei einem so zentralen Thema wie den Frieden, schreien und beten!"
Quelle: kathpress