
Internationale Bodensee-Schiffsprozession kehrt zurück
Nach einer mehrjährigen Pause findet heuer die internationale Fatima-Schiffsprozession am Bodensee zu Mariä Himmelfahrt wieder statt. Vom traditionsreichen Glaubensfest an der Dreiländergrenze am 15. August soll wieder ein "Zeichen des Glaubens für Europa, für den Frieden, für Gott" ausgehen, heißt es in der Einladung der Veranstalter. Bis zu 800 Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden erwartet. Hauptzelebrant der Heiligen Messe ist Bischof Joseph Maria Bonnemain aus der Schweizer Diözese Chur.
Von Bregenz aus werden die Teilnehmer der Schiffsprozession mit dem größten Bodensee-Schiff, der MS Sonnenkönigin, am 15. August um 17 Uhr zu der mehrstündigen Schifffahrt auslaufen. Mit an Bord wird auch die nationale Fatima-Pilgermadonna sein. Neben der Feier der Eucharistie mit Bischof Bonnemain ist auch ein Gebet für den Frieden und die Segnung der drei Länder vorgesehen. Die Rückkehr nach Bregenz ist für 21 Uhr geplant. Tickets sind über die Website "www.fatima-schiffsprozession.net"; erhältlich.
Die Tradition der Schiffsprozessionen auf dem Bodensee reicht bis in die 1970er Jahre zurück, als der aus Norditalien stammende und in Bludenz wohnhafte Italiener Ferdinand Andreatta an der Dreiländergrenze im See eine kleine Replik der Madonna von Fatima versenkte und sich im Anschluss die Prozessionen bildeten. Die erste Schiffsprozession zu Mariä Himmelfahrt fand 1979 statt; über Jahrzehnte beteiligten sich jährlich bis zu 4.000 Gläubige auf mehreren Schiffen, die von verschiedenen Orten im Dreiländereck aus starteten, an der Wallfahrt.
Zuletzt gab es die Fatima-Schiffsprozession im Jahr 2019. Nun soll die Tradition neu aufleben. Die kirchliche Stiftung "Avemaria" hat das geistliche Erbe von Thomas Andreatta, dem Sohn des Gründers, übernommen und will die Schiffsprozessionen fortsetzen. Unterstützung kommt u.a. von den päpstlichen Missionswerken und dem Hilfswerk "Kirche in Not".
Quelle: kathpress