
Kasper zu öffentlichen Gesprächen und Buchpräsentation in Wien
Der römische Kurienkardinal Walter Kasper hält sich in diesen Tagen zu zwei öffentlichen Gesprächen in Wien auf. Am Mittwoch, 10. Juni, wird er in der Buchhandlung Herder (Wollzeile) sein neues Buch "Jesus Christus auf der Spur" präsentieren. Das Buch stellt eine Sammlung von dichten Gesprächen mit dem Wiener Dogmatik-Professor Jan-Heiner Tück dar. Entsprechend wird auch die Präsentation (Beginn 19 Uhr) die Form eines Gesprächs mit Tück haben.
Die Gespräche des Buches und auch der Präsentation werden "das Leben und Sterben Jesu" behandeln und "deren Bedeutung für eine heutige Christologie" beleuchten, hieß es im Vorfeld. "Von der Geburt Jesu und seinem Wirken, die in den frühchristlichen Konzilien theologisch ausformuliert wurden, spannen sie einen Bogen über sein Leiden, Sterben und Auferstehen bis hin zur Himmelfahrt und zur Wiederkunft. Sie skizzieren so eine zeitgemäße Christologie im Kontext der Fragen nach Gott, Schöpfung und Anthropologie sowie Sünden- und Erlösungslehre."
Gespräch an Uni über "Herausforderungen postkonziliarer Theologie"
Ein weiteres Gespräch zwischen Kasper und Tück mit anderem inhaltlichen Zuschnitt ist für den folgenden Tag, Donnerstag, 11. Juni, an der Universität Wien geplant. Das Gespräch steht unter dem Titel "Erneuerung aus dem Ursprung. Herausforderungen postkonziliarer Theologie". Themen werden u. a. die Rolle der akademischen Theologie in der Gegenwart, die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils, der christlich-jüdische Dialog, die Debatte um Synodalität sowie der schwelende Konflikt mit der Piusbruderschaft sein, teilte die Katholisch-Theologische Fakultät mit. (Beginn: 11.30 Uhr, Hörsaal 1, Hauptgebäude der Universität Wien).
Kardinal Walter Kasper gehöre "zu den prägenden Gestalten der systematischen Theologie" nach dem Konzil, unterstrich Tück die Bedeutung der beiden Gespräche. "Nicht nur durch seine Christologie 'Jesus der Christus' und weitere grundlegende Werke wie 'Der Gott Jesu Christi' und 'Die Katholische Kirche' hat er weltweite Bekanntheit erlangt, sondern auch als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen an der Römischen Kurie." Außerdem ist Kasper gemeinsam mit Tück u. a. Mitherausgeber der Internationalen Katholischen Zeitschrift Communio.
Quelle: kathpress