
"INN-Oasen": Caritas Tirol stellt Rückzugssorte an Hitzetagen bereit
Die Caritas Tirol will Menschen in Innsbruck künftig neue "INN-Oasen" zur Verfügung stellen. Die Klimaoasen in kühlen Innenräumen, schattigen Gärten oder klimatisierten Foyers von Pfarren, Klöstern und Firmen sollen in der Hitze des Sommers kostenlose und niederschwellige Rückzugsorte bieten, vor gesundheitlichen Risiken schützen, Einsamkeit bekämpfen und den Zusammenhalt fördern, heißt es auf der Webseite der Caritas. Die INN-Oasen werden über das Freiwilligenzentrum der Caritas betreut und vom Land Tirol sowie der Stadt Innsbruck finanziell unterstützt. Sie werden die aktuell zwölf "cooling zones" mit Trinkwasser- und meist auch Toilettenzugang der Stadt ergänzen, die im Rahmen des Hitzeaktionsplans seit vergangenem Jahr vom Referat "Stadtklima und Umwelt" eingerichtet wurden.
"Die Klimakrise ist längst auch eine soziale Krise. Besonders ältere Menschen, Kinder, wohnungslose Menschen oder Personen mit geringem Einkommen leiden unter der zunehmenden Hitze oft besonders stark", betonte die Tiroler Caritas-Direktorin Elisabeth Rathgeb. Mit den INN-Oasen wolle die Caritas niederschwellige Orte der Abkühlung, Begegnung und Erholung schaffen. "Eine starke Stadt erkennt Herausforderungen früh und handelt entschlossen. Deshalb analysieren wir genau, an welchen Orten Innsbruck besonders unter Hitze leidet, und setzen gezielt dort an, wo Menschen Unterstützung brauchen, um sicher durch heiße Tage zu kommen", betonte Klimastadträtin Janine Bex.
Am Dienstag, dem 2. österreichischen Hitzeaktionstag, wurde das neue Projekt vorgestellt und die erste INN-Oase im Caritas-Integrationshaus in der Gumppstraße 71 präsentiert. Sie ist ab sofort jeden Freitag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Weitere "INN-Oasen" entstehen derzeit im Widumgarten St. Nikolaus, bei den Barmherzigen Schwestern in der Sennstraße oder vor dem Widum in Mühlau. In Wien sind derartige Klimaoasen von der Caritas bereits gut genutzt. Ziel sei, ein ganzes Netzwerk von Klimaoasen in Innsbruck aufzubauen, das an möglichst vielen Wochentagen zwischen Mai und September geöffnet hat, teilten Caritas und die Stadt Innsbruck mit. Erkennbar sind die kühlen Orte an den dort aufgestellten Klappstühlen mit dem Branding der Stadt Innsbruck.
Derzeit werden für die Betreuung der INN-Oasen noch Freiwillige gesucht, die sich bei einem Informations- und Schulungsabend am 18. Juni ab 17 Uhr in der Caritas-Zentrale Innsbruck (Heiliggeiststraße 16) über ein Engagement bei der Hilfsorganisation informieren können. "Die Caritas INN-Oasen leben vom Miteinander. Deshalb freuen wir uns über Menschen, die sich freiwillig engagieren und diese Orte aktiv mitgestalten möchten", so Sibylle Auer, Leiterin des Bereichs Freiwilliges Engagement bei der Caritas sowie Projektleiterin und -initiatorin.(Alle Standorte der INN-Oasen: www.caritas-tirol.at/oasen)
Quelle: kathpress