
Eisenstadt: 400 Kinder bei Kroatischer Kinderwallfahrt
Rund 400 Schülerinnen und Schüler haben am Mittwoch an der traditionellen Kroatischen Kinderwallfahrt im Franziskanerkloster Eisenstadt teilgenommen. Im Mittelpunkt der Feier mit dem Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics stand das Gedenken an den heiligen Franz von Assisi, dessen Tod sich heuer zum 800. Mal jährt. Wie die Diözese Eisenstadt mitteilte, vermittelte der Bischof die Botschaft des Heiligen anhand von drei Symbolen: eines Kreuzes, eines Kuschelschafs und eines Ziegelsteins. Bejubelt wurde auch der erste Sieg Österreichs bei der Fußball-Weltmeisterschaft.
Mit Blick auf das Franziskuskreuz im Altarraum erinnerte Zsifkovics an die Begegnung des heiligen Franziskus mit dem Kreuz von San Damiano in einer verfallenen Kirche bei Assisi. "Obwohl Franziskus damals in Wohlstand lebte und nach den Maßstäben seiner Zeit alles besaß, was als erstrebenswert galt, blieb sein Herz unerfüllt. Erst die Begegnung mit Christus schenkte seinem Leben eine neue Richtung", sagte der Bischof.
Für das zweite Symbol zog der Bischof ein Kuschelschaf hervor und sprach nach dem gemeinsam gesungenen Sonnengesang des heiligen Franziskus über seine Liebe zu den Tieren und die gesamte Schöpfung. "Die Schöpfung Gottes ist ein kostbares Geschenk, das bewahrt werden muss. Jeder Mensch trage Verantwortung dafür, sorgsam mit der Erde umzugehen und sie für kommende Generationen zu erhalten", gab Zsifkovics den Kindern zu verstehen.
Mit einem alten Ziegelstein griff Zsifkovics schließlich den Auftrag Christi an Franziskus auf, die Kirche wieder aufzubauen. Kirche bestehe nicht nur aus Gebäuden, sondern vor allem aus Menschen, betonte der Bischof. Jeder Mensch sei ein wichtiger Baustein der Gemeinschaft und bringe eigene Talente und Fähigkeiten ein. Die Botschaft des heiligen Franziskus sei bis heute aktuell: "Niemand ist ein bedeutungsloser Stein. Jeder Mensch besitzt besondere Talente und Fähigkeiten, die dazu beitragen können, eine starke Gemeinschaft und eine lebenswerte Zukunft aufzubauen."
Quelle: kathpress