
Wien: Projekt Interreligiöser Religionsunterricht mit hoher Akzeptanz
Das seit inzwischen zwei Jahren an zuletzt sechs Wiener Schulen laufende Projekt "diaRU - dialogisch-interreligiöser authentischer Religionsunterricht" erfreut sich einer hohen Akzeptanz bei Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei Eltern und Lehrkräften. Das hat die Wiener Schulamtsleiterin Andrea Pinz in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" unterstrichen. Das Projekt, an dem katholische, evangelische und orthodoxe Kirche sowie Islamische und Alevitischen Glaubensgemeinschaft beteiligt sind, stelle eine zeitgemäße Weiterentwicklung dar. "Eine Flexibilisierung der Organisationsformen ist das Gebot der Stunde, um auch in Zukunft lebensrelevant und lebenswirksam Religionsunterricht anzubieten", würdigte Pinz das Projekt.
Beim "diaRU" werden katholische bzw. orthodoxe Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit muslimischen Mitschülerinnen und Mitschülern unterrichtet. Lehrpersonen aus unterschiedlichen Religionen stehen für mehrere Unterrichtseinheiten zusammen in der Klasse. Der Fokus liegt auf Austausch und Begegnung, wenn die Schülerinnen und Schüler in den gemeinsamen Stunden über Glaubens- und Lebensfragen reflektierten. Beteiligt sind drei Volksschulen, zwei Gymnasien und eine Sonderschule.
Der Kontext des Religionsunterrichts sei heute sehr vielfältig, führte Pinz aus: von sehr homogenen Klassen in manchen ländlichen Regionen, bis zu hoher religiöser, kultureller und ethnischer Diversität im großstädtischen Bereich. "Darauf müssen wir reagieren, um so Begegnungsräume, die das Gemeinsame in den Mittelpunkt stellen und Differenzen nicht leugnen, zu öffnen."
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der KPH Wien/Niederösterreich. Unter Federführung der KPH wird auch das maßgeschneiderte Unterrichtsmaterial entwickelt.
Quelle: kathpress