
Krautwaschl: Priesterdienst heißt Gottes Liebe sichtbar machen
An die zentralen Aufgaben des Priesters, "mit den Menschen zu leben und den Auferstandenen zeichenhaft zu verdeutlichen", hat der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl bei der Priesterweihe von Elijah Kwizera im Grazer Dom erinnert. Ein Leben, das die "ultimative Nähe Jesu zu seinem Vater" im wahrsten Wortsinn angreifbar mache, werde in der Kirche und der Welt dringend gebraucht, sagte Krautwaschl dem 32-Jährigen am Sonntag.
Alles Irdische bringe nicht die Vollendung des Lebens, auch wenn es den Menschen im Zeitalter der Technik so verheißen werde, sondern nur Gott bringe Vollendung. "Dein Dienst wird es sein, den Menschen diese Liebe Gottes sichtbar zu machen", richtete sich Krautwaschl mit einem Auftrag an den aus Uganda stammenden Jungpriester.
In der Spendung der Sakramente werde die Liebe Gottes "sinnenfällig erfahrbar und lebensbegleitend". In einer Welt, in der Einsamkeit trotz aller weltweiten Verbundenheit zunehme, Konflikte herrschen und das Miteinander verloren gehe, habe der Priester die Aufgabe, die Botschaft des Evangeliums wie Nächstenliebe und Schöpfungsverantwortung zu verkünden. "Als Geschöpfe Gottes leben wir nie aus der Abgrenzung voneinander, die uns trennt und auseinanderdividiert, sondern aus Seiner Zuwendung, die wir als Liebe weiterschenken dürfen - maßlos. Dein Dienst wird es sein, wirklich Verkünder des Lebens zu sein, das die Frohe Botschaft beinhaltet", so Krautwaschl an Kwizera.
Seine Priesterweihe verstehe er nicht als Ziel eines persönlichen Erfolgs, sondern als Antwort auf einen Ruf Gottes, der über viele Jahre gewachsen ist, wird Kwizera auf der Webseite der Diözese Graz-Seckau zitiert. Als Priester wolle er mit Gottes Hilfe "die Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg begleiten, ihnen zuhören, Hoffnung schenken und Zeugnis von der Liebe Gottes geben". Sein Motto lautet: "Wie kann ich dem Herrn vergelten all das Gute, das er mir erwiesen hat." (Ps 116,12)
Elijah Kwizera, geboren am 25. März 1994 in einer christlichen Familie mit mehreren Priestern, besuchte in seiner Heimat das Knaben- und danach das Priesterseminar. Am 4. Dezember 2021 kam er nach Österreich, lernte Deutsch und begann im Oktober 2022 ein Theologiestudium an der Universität Graz. Nach erfolgreichem Abschluss absolvierte Kwizera ein pastorales Einführungsjahr im Seelsorgeraum Graz-Nord. Am 21. September 2025 wurde im Grazer Dom die Diakonweihe gefeiert. Die Primiz - die erste heilige Messe als Hauptzelebrant - findet am Sonntag (5. Juli) um 9 Uhr bei den Dienerinnen Christi in Graz-Ulrichsbrunn statt.
Quelle: kathpress