
Benedikt Neumayer wird neuer Pressesprecher der Erzdiözese Wien
In der Erzdiözese Wien ist eine wichtige Personalentscheidung gefallen: Erzbischof Josef Grünwidl hat Benedikt Neumayer (40), derzeit Leiter der digitalen Kommunikation im Wirtschaftsministerium, zum künftigen Pressesprecher ernannt. Das hat die Erzdiözese Wien am Mittwoch bekannt gegeben. Der derzeitige Leiter der digitalen Kommunikation im Wirtschaftsministerium wird ab September nicht nur als Pressesprecher des Erzbischofs und der Erzdiözese fungieren, sondern er wird auch das Amt für Öffentlichkeitsarbeit in der Wiener Erzdiözese leiten. Neumayer folgt damit Michael Prüller (65) nach, der seit 2011 in diesen Bereichen gewirkt hat und mit Ende August in den altersbedingten Ruhestand tritt.
Der Personalentscheidung war eine öffentliche Ausschreibung und ein strukturierter Bewerbungsprozess mit deutlich über hundert Bewerbungen vorausgegangen. "Neumayer ist als bestgeeigneter Kandidat aus einem außergewöhnlich großen Bewerberfeld hervorgegangen", hält die Erzdiözese dazu fest. Der gebürtige Wiener hat zunächst als Bürgerservice-Referent im damaligen Wirtschafts- und Arbeitsministerium gearbeitet (und nebenher als Sportjournalist), bevor er 2014 als Pressereferent in die Öffentlichkeitsarbeit wechselte. Seit sechs Jahren leitet er an der Spitze eines zehnköpfigen Teams den Bereich "Soziale Medien, Inter- und Intranet, Servicestellen" im Wirtschaftsministerium. Zwischenzeitlich fungierte Neumayer auch als Pressesprecher von Wirtschaftsminister Martin Kocher.
Wie die Erzdiözese weiter ausführte, "ist Neumayer dem christlichen Glauben und der katholischen Kirche seit Kindheit an eng verbunden" und pfarrlich ehrenamtlich engagiert. Er war Chefredakteur der Zeitschrift "Couleur" des katholischen Mittelschüler Kartell Verbands (MKV) und ist Familiare des Deutschen Ordens.
"Ich danke Erzbischof Grünwidl für das entgegengebrachte Vertrauen und bin sicher, mit meiner Expertise zu einer erfolgreichen Fortsetzung der unter meinem Vorgänger Michael Prüller und dem Medienteam etablierten aktiven und nachhaltigen Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese beitragen zu können", so Neumayer. "Die Kirche leistet unglaublich viel Gutes. Darüber zu sprechen und der Erzdiözese mit starker Stimme Gehör zu verschaffen ist eine spannende wie ehrenvolle Aufgabe, auf die ich mich sehr freue."
Prüller wechselt in den Ruhestand
Michael Prüller, der heuer 65 Jahre alt geworden ist, tritt nach "15 guten, aber durchaus fordernden Jahren" auf eigenen Wunsch Ende August in den Ruhestand: "Für mich fügt sich das zeitlich ganz hervorragend: Nach langer Zeit an der Seite von Kardinal Christoph Schönborn konnte ich auch noch die Anfänge von Josef Grünwidl miterleben - zwei sehr beeindruckende Persönlichkeiten und außergewöhnlich gute Chefs, jeder auf seine Art", so der scheidende Kommunikationschef der Wiener Erzdiözese.
Prüller weiter: "Es freut mich sehr, dass nun ein, wie man sagt, gestandener Profi meinen Job übernehmen wird. Ich wünsche ihm gemeinsam mit dem wunderbaren Team viele Erfolgserlebnisse - sei es in proaktiver Medienarbeit, sei es in den digitalen Kommunikationskanälen, die wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben oder in der Betreuung all jener, die unverzichtbare Kommunikationsleistungen in den Pfarren erbringen."
Grünwidl dankt Prüller und Neumayer
Erzbischof Grünwidl dankte dem scheidenden und dem kommenden Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit: "Seit meinem ersten Tag als Diözesanadministrator hat Michael Prüller mich als Pressesprecher begleitet und beraten. Professionell und ermutigend in der medial turbulenten Zeit rund um meine Bischofsweihe, ruhig und klug in Krisen und Herausforderungen - so erlebe ich Michael Prüller. Für seinen treuen und langjährigen Dienst in der Erzdiözese Wien bin ich ihm sehr dankbar."
Im Blick auf Prüllers Nachfolger sagte der Wiener Erzbischof: "Ich danke auch Benedikt Neumayer, dass er diese Aufgabe übernimmt. Die Kirche leistet neben Seelsorge und karitativem Engagement für unsere Gesellschaft auch einen Dienst der Orientierung und des Zusammenhalts. Da spielt der Pressesprecher eine wichtige Rolle. Ich wünsche Benedikt Neumayer für seine neue Aufgabe alles Gute und reichen Segen."
Größte Diözese Österreich
Die Erzdiözese Wien ist die von der Katholikenzahl her mit Abstand größte katholische Diözese Österreichs. Laut den aktuellsten verfügbaren Daten (2024) gehören ihr 1.039.055 Katholikinnen und Katholiken an. Die Erzdiözese umfasst die Stadt Wien und die östliche Hälfte des Bundeslandes Niederösterreich. Sie ist in drei territoriale Verwaltungseinheiten eingeteilt: Das "Vikariat Nord - Unter dem Manhartsberg" umfasst das Weinviertel und das Marchfeld, das "Vikariat Wien-Stadt" die Städte Wien und Klosterneuburg und das "Vikariat Süd - Unter dem Wienerwald" das sogenannte Industrieviertel südlich der Donau von Hainburg über Wiener Neustadt bis zur Buckligen Welt.
In der Erzdiözese Wien gibt es derzeit 602 Pfarren. Seit mehr als 15 Jahren befindet sich die Erzdiözese in einem als "APG 2.1" bezeichneten Reformprozess, der auch die Struktur der Pfarren und weiteren Seelsorgeeinheiten in 139 sogenannten "Entwicklungsräumen" betrifft. Insgesamt 807 Priester sind hier im aktiven Dienst tätig, davon sind 426 Diözesanpriester, 228 Ordenspriester und 153 Priester im Ruhestand; 246 davon aktuell in Pfarrleitungsfunktion. Insgesamt sind rund 2.400 Personen direkt bei der Erzdiözese Wien beschäftigt. Daneben sind rund 75.000 ehrenamtlich in Pfarren und karitativen Einrichtungen der Wiener Erzdiözese engagiert. (Infos: www.erzdioezese-wien.at)
Quelle: kathpress