
Jesuit Bernhard Bürgler tritt Leitungsamt in Rom an
Der österreichische Jesuit P. Bernhard Bürgler hat am 1. Juli seine neue Aufgabe in der Generalleitung des Jesuitenordens in Rom angetreten. Der 66-jährige Osttiroler ist nun Generalsberater des Generaloberen P. Arturo Sosa sowie Regionalassistent für Zentral- und Osteuropa. Er folgt in beiden Funktionen auf den polnischen Jesuiten P. Tomasz Kot.
Bürgler gehört damit zum engsten Beraterkreis des Generaloberen des weltweit größten katholischen Männerordens. "Pater General betont immer wieder, dass unsere erste Aufgabe die eines Beraters von ihm ist. Dann erst kommt die Aufgabe als Regionalassistent", erklärte Bürgler zum Beginn seines Dienstes. Er gehe die neue Verantwortung "mit großem Respekt, aber auch mit Interesse, Lernbereitschaft, Willen zum Dienst und Freude" an.
Als Regionalassistent ist Bürgler für sieben Jesuitenprovinzen in Zentral- und Osteuropa zuständig: die tschechische, kroatische, ungarische, nord- und südpolnische, slowakische sowie die Zentraleuropäische Provinz zu der auch die Jesuiten in Österreich gehören. Insgesamt leben in diesem Gebiet mehr als 1.100 Jesuiten. Bereits bei seiner Ernennung hatte Bürgler angekündigt, den Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der Region vertiefen und "Brücken bauen - zwischen den Provinzen und der Generalkurie in Rom ebenso wie zwischen West und Ost" zu wollen.
Der gebürtige Lienzer verfügt über langjährige Leitungserfahrung im Orden. Von 2014 bis 2021 stand er der österreichischen Jesuitenprovinz vor, anschließend bis 2024 der neu gegründeten Zentraleuropäischen Provinz, die Deutschland, Österreich, die Schweiz, Schweden, Litauen und Lettland umfasst. Zuletzt war Bürgler im Jesuitenkolleg Innsbruck in der geistlichen Begleitung, der Exerzitienarbeit und als Psychotherapeut tätig. Der promovierte Theologe trat 1991 in den Jesuitenorden ein und gilt als Experte für Spiritualität, Exerzitien und Psychoanalyse. Weltweit gehören der Gesellschaft Jesu derzeit mehr als 13.000 Mitglieder an.
Bürglers Bruder Jakob ist ebenfalls Priester, zugleich Bischofsvikar und Hochschulseelsorger in der Diözese Innsbruck, die er von 2016 bis 2017 als Diözesanadministrator interimistisch leitete; seine Schwester Maria war langjährige Leiterin des Bildungshauses Osttirol. (Info: www.jesuiten.org)
Quelle: kathpress