
Steylerorden trauert um "Missionare auf Zeit"-Gründer P. Oskar Berger
Der Steyler Missionsorden (SVD) trauert um den Priester und langjährigen Missionar P. Oskar Berger. Der Gründer des Programms "Missionare auf Zeit" und Wiener Latino-Seelsorger starb am 25. Juni im Alter von 75 Jahren im Missionshaus St. Gabriel in Maria Enzersdorf. Die Begräbnismesse fand bereits am 1. Juli in der Heilig-Geist-Kirche des Missionshauses St. Gabriel statt. Der Steylerorden würdigte Berger als Priester mit heiterem Wesen und großem missionarischem Engagement. Generationen junger Menschen habe er für einen Einsatz in den Missionsgebieten des Ordens begeistert.
Der gebürtige Salzburger trat nach einem begonnenen Studium der Nachrichtentechnik 1971 in den Steylerorden ein. 1979 wurde er zum Priester geweiht, wenig später ging er als Missionar nach Chile. Dort wirkte "Padre Ossi" in der Pfarrseelsorge und am "Liceo Alemán del Verbo Divino" in Los Ángeles.
1988 kehrte Berger auf Bitte seiner Ordensleitung in die Heimat zurück und baute dort das bis heute bestehende Freiwilligenprogramm "Missionare auf Zeit" (MaZ) auf. Das bereits Anfang der 1980er-Jahre entstandene Modell wurde unter seiner Leitung in Österreich etabliert und prägte seither Generationen junger Menschen, die einen missionarischen Freiwilligendienst in den Missionsländern des Ordens leisteten.
Nach zwischenzeitlich weiteren sechs Jahren in Chile übernahm Berger dauerhaft Aufgaben in Österreich. Er betreute die lateinamerikanische Gemeinde, engagierte sich in der Gefängnisseelsorge für spanischsprachige Häftlinge, arbeitete im Heilpädagogischen Zentrum Hinterbrühl und begleitete die Jugendarbeit im "Weltdorf St. Gabriel". Ein schwerer Schlaganfall im Jahr 2011 veränderte sein Leben grundlegend. Nach langer Rehabilitation nahm Berger dennoch wieder seelsorgliche Aufgaben wahr, ehe sich in den vergangenen Jahren sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte.
Quelle: kathpress