
Klagenfurt: Auszeichnung für Bio-Urnenfriedhof "Paradies am Dom"
Der Bio-Urnenfriedhof "Paradies am Dom" der Klagenfurter Dompfarre wurde mit einer Anerkennung im Rahmen des Kärntner "Landesbaupreises 2026" ausgezeichnet. In ihrer Begründung würdigte die Fachjury das "Paradies am Dom" als einen "besonderen Ort der Bestattungskultur", der "ohne den Aufwand privater Grabpflege ein würdevolles Gedenken in direkter Nachbarschaft zum Dom und zum urbanen Alltag ermöglicht". Dieses Projekt zeige "eindrucksvoll, wie Architektur den Themen Abschied und Trauer mitten im Alltag Raum gibt".
Für Domdekan Dompfarrer Peter Allmaier, der das Projekt "Paradies am Dom" gemeinsam mit Projektleiter Erich Oberndorfer initiierte und umsetzte, ist der Anerkennungspreis eine "besondere Freude und Ehre". Diese Auszeichnung zeige, so Dompfarrer Allmaier in einer Aussendung, "dass wir als Dompfarre mit diesem würdevollen Erinnerungsort nicht nur eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen, sondern durch die architektonische und landschaftliche Qualität auch einen nachhaltigen Mehrwert für die ganze Stadt geschaffen haben". So sei der Bio-Urnenfriedhof "nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch eine Oase des Verweilens, eine stille Mitte innerhalb der Stadt", betonte der Klagenfurter Dompfarrer.
Platz für 800 voll kompostierbare Bio-Urnen
Das "Paradies am Dom", im Hemmahof nördlich der Domkirche gelegen, wurde von 2022 bis 2024 vom Klagenfurter Architekturbüro "Abel und Abel" in enger Zusammenarbeit von Diözese Gurk, der Dompfarre Klagenfurt, dem Land Kärnten, der Stadt Klagenfurt und dem Bundesdenkmalamt umgesetzt. Für Verwaltung und Pflege des Bio-Urnenfriedhofs zeichnet die Dompfarre Klagenfurt als Alleineigentümerin der Liegenschaft verantwortlich.
Auf 600 Quadratmetern finden bis zu 800 voll kompostierbare Bio-Urnen in der Wiese des neu angelegten Gartens Platz. Die sichtbare Erinnerung an die Verstorbenen erfolgt auf kleinen Metalltafeln mit Vor- und Nachnamen sowie Geburts- und Sterbedatum. Angebracht werden die Metalltafeln auf einem Gitter, das die Abgrenzung zwischen dem Durchgang von der Domgasse zur Kirche und zum Hemmahof bildet.
Quelle: kathpress