
Laufen für guten Zweck: Missio Österreich lädt zum "RunForHope"
Nach der regen Teilnahme im Vorjahr starten die Päpstlichen Missionswerke Österreich am 27. September ihren 2. "RunForHope"-Lauf im Wiener Prater. Mit ihrem Teilnahmebeitrag können Hobbyläufer ebenso wie ambitionierte Sportler Kinder in der Demokratischen Republik Kongo unterstützen, die im Süden des Landes Opfer von Kinderarbeit in groß angelegten Kobalt-Minen sind, teilte das Hilfswerk mit. Beim RunForHope zähle jeder Schritt, erklärte Monika Schwarzer-Beig, Head of Austria-On-Mission und Hauptorganisatorin des RunForHope: "Heuer kann jeder seinen Lauf sogar von Familie und Freunden sponsern lassen und so noch mehr Hoffnung für die Minenkinder in Kolwezi schenken."
Der RunForHope beginnt am 27. September mit einer Sonntagsmesse um 7.45 Uhr. Im Anschluss startet um 9 Uhr der Kinderlauf. Um 9.15 Uhr folgen die Schülerläufe, ehe um Punkt 10 Uhr der Startschuss für den Fünf- und Zehn-Kilometer-Hauptlauf fällt. Den Abschluss bildet eine feierliche Siegerehrung mit Interviews der Gewinnerinnen und Gewinner. Eine Anmeldung ist bereits möglich.
Auch Olympia-Seelsorger und RunForHope-Testimonial Kaplan Johannes Lackner ermutigt zur Teilnahme: "Schritt für Schritt kann jeder von uns etwas Gutes tun und dazu beitragen, dass die christliche Botschaft der Hoffnung durchs Laufen verkündet wird."
40.000 Kinder von Kinderarbeit im kongolesischen Kobaltsektor betroffen
Konkret wird mit den Startgeldern die Arbeit der Missio-Projektpartner, der Schwestern vom Orden des Guten Hirten, in der Stadt Kolwezi unterstützt. Sie helfen im Süden der DR Kongo dabei, Kinder aus Kobalt-Minen durch Bildungsangebote und Betreuung zu retten. In der rund 600.000 Einwohner zählenden Stadt befinde sich einer der weltweit bedeutendsten Standorte für den Abbau von Kobalt, teilte Missio mit. Rund drei Viertel des weltweit geförderten Kobalts stammten aus der Demokratischen Republik Kongo, der als Rohstoff vor allem für wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus benötigt wird, die in Smartphones, Laptops und Elektroautos zum Einsatz kommen.
Vielerorts würden Kinder unter ausbeuterischen und teilweise sklavenähnlichen Bedingungen an der Gewinnung des begehrten Rohstoffs beteiligt sein, hieß es. Internationale Hilfsorganisationen würden davon ausgehen, dass rund 40.000 Kinder von Kinderarbeit im kongolesischen Kobaltsektor betroffen sind. Während internationale Konzerne entlang der Lieferketten hohe Gewinne erzielten, erhielten die betroffenen Kinder und ihre Familien oft nur einen Bruchteil dessen, was zum Leben notwendig wäre.
(Info und Anmeldung: www.runforhope.at)
Quelle: kathpress