
Caritas-St. Pölten: GreenDeal ermöglicht nachhaltige Investitionen
Mit dem GreenDeal hat die Caritas der Diözese St. Pölten im Vorjahr eine nachhaltige Investitionsmöglichkeit für Einzelpersonen und Unternehmen geschaffen: Mit Darlehen wird die Hilfsorganisation dabei unterstützt, den Ausbau erneuerbarer Energie in ihren Einrichtungen voranzutreiben. Für das selbst gesteckte Ziel der CO2-Neutralität setzt die Caritas auf den Ausbau CO2-freier Energie durch Photovoltaikanlagen und den Einsatz von Elektroautos, wie Caritasdirektor Hannes Ziselsberger im Interview mit der St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" (aktuelle Ausgabe) darlegte. Seit Projektstart im April 2025 wurden der Caritas bereits 900.000 Euro an Kapital zur Verfügung gestellt. "Das zeigt auch, dass vielen Menschen ein ökologischer Wandel am Herzen liegt", so Ziselsberger.
Der GreenDeal mache deutlich, dass Klimaschutz gelinge, wenn viele gemeinsam Verantwortung übernehmen. "In der aktuellen geopolitischen Situation bewährt sich dieses Engagement gesellschaftlich noch mehr", sagte der Caritasdirektor. Mit der Hilfe von Unternehmen und der Zivilgemeinschaft habe man den Ausbau von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern im Jahr 2025 nahezu vollständig aus den Darlehen aus dem GreenDeal abdecken können. Viele der Caritas-Einrichtungen könnten nun mehr als die Hälfte ihres jährlichen Strombedarfs mit Sonnenenergie decken.
"Crowdfunding für ökologische Ziele"
Das "Crowdfunding für ökologische Ziele" gebe Menschen und Unternehmen, denen Umwelt- und Klimaschutz ein Anliegen sind, eine "sinnvolle Beteiligungsmöglichkeit". Wie der zuständige Referent für den GreenDeal, Lukas Polster, berichtete, heißen es viele Menschen gut, "ihr freies Kapital nicht einfach auf einem Konto liegen zu lassen, sondern es für etwas Sinnvolles einzusetzen". Die Caritas verpflichtet sich, das Kapital frühestens nach fünf Jahren wieder zu 100 Prozent zurückzuzahlen. Für die Darlehen erhalten Investoren zwei Prozent Zinsen von der Hilfsorganisation, die durch die Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher Energiekosten einsparen kann.
Der GreenDeal habe noch einen weiteren Vorteil: Anders als bei Bank-Kreditverträgen, bei denen häufig Gebühren und Sicherstellungskosten anfielen, sei das Crowdfunding zudem "überraschend unbürokratisch". "Der GreenDeal kommt mit einem fünfseitigen Vertrag aus, der einfach und gut verständlich ist", so Ziselsberger. Obwohl für viele Unternehmen ein Bankkredit tatsächlich der naheliegende Weg sei, weil dieser gut planbar ist, sei es der Caritas wichtig gewesen, den Menschen auch eine Form der Beteiligung zu ermöglichen.
Der bisherige Erfolg habe gezeigt, dass sich das Projekt auch wirtschaftlich bewähre, sagte Ziselsberger. Für 2026 habe sich die Organisation das mögliche Ziel von knapp zwei Millionen Euro an Darlehen gesetzt. "Denn wenn sich viele Menschen beteiligen, können wir die Energiewende vorantreiben, Verantwortung für die Umwelt übernehmen, sinnvoll wirtschaften und gleichzeitig die ökologische Transformation im Sozialbereich erzielen", animierte Ziselsberger zur Beteiligung. (Infos: www.caritas-stpoelten.at/greendeal)
Quelle: kathpress