
Vöcklabrucker Franziskanerinnen seit 30 Jahren in Kasachstan
1996 wurde in Korneewka in Nordkasachstan vom Berliner Priester Lorenz Gawol die Schule St. Lorenz gegründet. Von Anfang an engagieren sich die Franziskanerinnen von Vöcklabruck für und in der Bildungseinrichtung. Die Verbindung ist bis heute ungebrochen lebendig, wie die heimischen Ordensgemeinschaften dieser Tage berichteten.
Die enge Verbindung wird u.a. durch die jährlichen Besuche von Schülerinnen und Schülern aus Kasachstan deutlich. Die mehrwöchige Reise nach Österreich und Deutschland ist für die Schüler ein fixer Bestandteil des Schuljahres. Die Jugendlichen bereiten sich auf ihr Deutsch-Sprachdiplom vor: vormittags erhalten sie Deutschunterricht, nachmittags erkunden sie Land und Leute. Anfang Juli war wieder eine Schülerinnengruppe in Vöcklabruck.
Mehrere Nationalitäten und Religionen
Rund 240 Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen besuchen den Bildungskomplex aus Kindergarten, Gymnasium, Schule für Zusatzfächer und Internat in Korneewka. Die Trägerschaft hat die heimische Ordensgemeinschaft der Servi Jesu et Mariae (SJM) über. Die Franziskanerinnen engagieren sich als Lehrerinnen in der Schule und in der Begleitung der Menschen vor Ort.
Im Mai 2026 feierte die Schule St. Lorenz ihr 30-jähriges Bestehen. Die Vöcklabrucker Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer, Generalsekretärin Sr. Johanna Pobitzer und Sr. Ida Vorel reisten zur Jubiläumsfeier nach Korneewka. Für Sr. Johanna Pobitzer war es eine persönliche Rückkehr: Sie lebte selbst zehn Jahre in Kasachstan und unterrichtete an der Schule.
"Die Schule St. Lorenz zeigt, was möglich ist, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen gemeinsam an etwas Sinnvollem arbeiten. Drei Jahrzehnte Engagement - das erfüllt uns mit Dankbarkeit und es ist jedes Jahr eine Freude, mit den Jugendlichen aus Kasachstan ein paar Tage Zeit zu verbringen", so Generaloberin Garstenauer.
Der Verein "AUFBRUCH - FRANZiskanerinnen von Vöcklabruck" sammelt Spenden für die Bildungsarbeit an der Schule St. Lorenz sowie für medizinische und soziale Unterstützung der Menschen vor Ort - etwa für Krankentransporte und Behandlungskosten.
(Infos: https://www.franziskanerinnen.at/)
Quelle: kathpress