
Caritas Kärnten: Zugang zu sauberem Wasser muss Grundrecht sein
Die Caritas Kärnten hat angesichts zunehmender Wasserknappheit in Teilen Ostafrikas auf die Folgen von Dürre und Hunger in Kenia aufmerksam gemacht. Laut Hilfsorganisation legen Frauen in manchen Regionen des Landes täglich bis zu 18 Kilometer zurück, um Wasser für ihre Familien zu holen. Fehlender Zugang zu Wasser erschwere nicht nur die Versorgung mit Trinkwasser, sondern gefährde auch Landwirtschaft und Ernährung, hieß es in einer Aussendung. "Wir brauchen dringend Wasser. Denn wo Wasser fehlt, beginnt der Hunger", so der Kärntner Caritasdirektor Ernst Sandriesser, der um Spenden für Hilfsmaßnahmen bat: "Mit jeder Spende helfen wir Menschen dabei, sich langfristig selbst zu versorgen - durch sauberes Trinkwasser, funktionierende Landwirtschaft und neue Zukunftsperspektiven."
Die Caritas verwies zudem auf Trockenperioden, die auch in Kärnten zuletzt häufiger aufgetreten seien. "Wir sind in Kärnten mit Seen und Wasserreichtum gesegnet. Aber auch die Trockenheit hier zeigt deutlich, dass Wasser keine Selbstverständlichkeit ist", so Sandriesser. Während in Kärnten sinkende Pegelstände und anhaltende Trockenheit zunehmend wahrnehmbar würden, seien die Folgen in Teilen Kenias existenzbedrohend. Besonders Frauen und Kinder seien betroffen, da sie oft mehrere Stunden täglich für die Wasserbeschaffung aufwenden müssten. Das schränke unter anderem den Schulbesuch und Erwerbsmöglichkeiten ein.
Als Beispiel für langfristige Entwicklungszusammenarbeit nannte die Caritas ein Projekt im Bezirk Marsabit im Norden Kenias. Gemeinsam mit der Partnerorganisation PACIDA seien dort ein Brunnen, ein solarbetriebenes Wassersystem sowie eine Entsalzungsanlage errichtet worden. Dadurch hätten laut Caritas inzwischen Hunderte Familien dauerhaft Zugang zu sauberem Trinkwasser und könnten ihre Felder wieder bewirtschaften.
(Spenden: Caritas Kärnten, Kärntner Sparkasse, IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587, Kennwort: Hunger oder www.caritas-kaernten.at/hunger)
Quelle: kathpress