
Glettler tritt 450 Jahre alten Rosenkranzbruderschaft Landeck bei
Bischof Hermann Glettler ist neues Mitglied der Rosenkranzbruderschaft Landeck. Anlässlich seines Besuchs der Sonderausstellung zum 450-Jahr-Jubiläum der Gebetsgemeinschaft am Sonntag trug sich der Innsbrucker Bischof in das historische Bruderschaftsbuch ein und bekundete damit seine Verbundenheit mit einer der ältesten katholischen Gebetsgemeinschaften Tirols, wie die Diözese Innsbruck am Mittwoch mitteilte. Die Rosenkranzbruderschaft Landeck wurde 1575 errichtet und gilt als die älteste Bruderschaft dieser Art in Tirol. Nach einer Phase des Vergessens wurde sie 2018 mit Genehmigung der Diözese Innsbruck und der Unterschrift von Bischof Hermann neu belebt. Heute zählt die Gebetsgemeinschaft 118 Mitglieder.
Bischof Hermann Glettler zeigte sich beeindruckt von der historischen Aufarbeitung der Bruderschaftsgeschichte und den zahlreichen Zeugnissen einer über Jahrhunderte gewachsenen Gebetstradition. Besonderes Augenmerk legte er auf das historische Bruderschaftsbuch, in dem die Mitglieder der Gebetsgemeinschaft seit dem 16. Jahrhundert festgehalten sind.
"Die Rosenkranzbruderschaft wurde gegründet, um die christlichen Tugenden zu fördern, nämlich vorrangig die Einigkeit der Brüder, sprich den Frieden untereinander, zur Förderung der Nächstenliebe und des gemeinschaftlichen Gebetes", erklärte Ausstellungskurator Michael Kain bei der Eröffnung. Es habe viele Bruderschaften gegeben, "doch keine besteht mehr".
Die Ausstellung in der Turmgalerie im Schloss Landeck zeichnet die Geschichte der Rosenkranzbruderschaft der historischen Diözese Brixen nach, die einst auch Tirol umfasste. Sie zeigt historische Urkunden, die die lange Tradition der Rosenkranzbruderschaft Landeck belegen, wertvolle Exponate, religiöse Kunstgegenstände und Dokumente aus mehreren Jahrhunderten sowie Wissenswertes über das Gebet des Rosenkranzes. Ergänzend werden Marienerscheinungen, die vier Geheimnisse des Rosenkranzes sowie Wunderberichte vorgestellt - darunter eine überlieferte Heilung aus dem Jahr 1766 in Landeck.
Gegründet wurde die Gemeinschaft am 18. Oktober 1575 in der damaligen Wallfahrtskirche "Unsere Liebe Frau im finsteren Walde". Das Errichtungsdekret wurde von den Oberen des Dominikanerordens genehmigt. "Die erste Rosenkranz-Bruderschaft wurde1475 in Köln gegründet, als erste im deutschsprachigen Raum", erklärte Martin Komarek, Pfarrer in Landeck. Die heimische Rosenkranzbruderschaft habe den großen Auftrag, das bedeutsame Rosenkranzgebet auch den kommenden Generationen weiterzugeben. Wer sich der Rosenkranzbruderschaft anschließen möchte, kann sich an Dekan Martin Komarek oder an Mitglieder der Gebetsgemeinschaft wenden.
Die Ausstellung ist noch bis 23. August täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen. (Info: https://www.pfarren-landeck.at/index.php/gemeindeleben-mhf/rosenkranzbruderschaft-landeck/962-ausstellung-anlaesslich-450-jahre-rosenkranzbruderschaft-landeck)
Quelle: kathpress