
Wien: Lichtinstallation auf Votivkirche bis Mai 2027 verlängert
Die Lichtskulptur "Unendlichkeit des Lichtes" der Künstlerin Billi Thanner, die seit Dezember 2025 zwischen den Türmen der Votivkirche über Wien leuchtet, wird bis Ende Mai 2027 verlängert. "Diese Verlängerung bedeutet mir sehr viel, denn sie zeigt, dass Kunst Menschen berühren und verbinden kann", wird die Künstlerin Billi Thanner in einer Aussendung der Erzdiözese Wien zitiert. Das Unendlichkeitszeichen ist täglich ab der Dämmerung erleuchtet. Die 4.900 Lichtpunkte leuchten meistens in einem gelblichen oder weißen Lichtton, werden aber auch verschiedenfarbig eingestellt.
Seit der Illuminierung am 16. Dezember hat es laut der Konzeptkünstlerin "unzählige bewegende Rückmeldungen" gegeben: "Viele Menschen haben mir erzählt, dass die leuchtende Unendlichkeit ihnen Hoffnung, Ruhe und Zuversicht geschenkt hat", so die Vertreterin des zeitgenössischen Aktionismus, bekannt durch die Installation "Himmelsleiter" am Stephansdom.
Der Entstehungsprozess erstreckte sich über zwei Jahre und umfasste technische Planung, statische Berechnungen, Wettertauglichkeit, Sicherheitskonzepte und den eng abgestimmten Ablauf der Montage. Projektbeteiligte verwiesen auf die hohe Komplexität der Arbeit. Dabei war die größte Herausforderung die Skulptur so zu gestalten, dass sie auch bei Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h sicher verankert ist. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich über private Mittel. Thanner verzichtete auf öffentliche oder kirchliche Förderungen sowie auf ein eigenes Honorar.
"Für mich war diese Skulptur nie nur eine Lichtinstallation. Sie ist eine Möglichkeit, Menschen für einen Moment an Hoffnung, Freude und ihre Verbundenheit zu erinnern. Gerade in einer Zeit, in der vieles trennt, kann Kunst Räume öffnen, die Menschen wieder miteinander in Verbindung bringen", beschrieb Thanner ihr Werk.
Billi Thanner, geboren 1972, lebt und arbeitet in Wien. Sie gehört zu einer neuen Generation zeitgenössischer Künstlerinnen, die im Bereich des Aktionismus und Interaktionismus arbeiten. Thanner arbeitet in den Medien Malerei, Skulptur, Rauminstallation und Performance. Bereits einmal prägte sie den öffentlichen Raum als künstlerisches Umfeld - mit der "Himmelsleiter" am Wiener Stephansdom, die seither in mehreren weiteren Städten Europas gezeigt wurde.
Quelle: kathpress