
Ordensvertreter: "Wollen solidarisches Miteinander fördern"
Ordensgemeinschaften verstehen ihr Wirken als Antwort auf die Herausforderungen und Nöte der Gesellschaft. Ihre Wirksamkeit endet daher auch nicht an der Klostermauer, sondern die Orden seien dort wirksam, "wo sie sich mit der Welt auseinandersetzen und gemeinsam mit anderen Verantwortung übernehmen". Das hat der Geschäftsführer der Österreichischen Ordenskonferenz, Peter Bohynik, in einem Gastkommentar im steirischen "Sonntagsblatt" (aktuelle Ausgabe) betont. Diesen Grundgedanken mache der "Preis der Orden" alle zwei Jahre sichtbar.
Ausgezeichnet werden demnach auch heuer wieder Projekte aus dem Umfeld der Orden, die kirchlich und gesellschaftlich wirksam sind. Das Engagement könne sozialer, pädagogischer, journalistischer, spiritueller, interkultureller, künstlerischer oder wirtschaftlicher Natur sein. "Gesucht werden Initiativen, die Menschen dienen, Brücken bauen und ein solidarisches Miteinander fördern", so Bohynik: "Der 'Preis der Orden' soll bestehendes Engagement sichtbar machen und neue Projekte anregen. Denn christliches Handeln entfaltet seine Kraft und Wirksamkeit dort, wo es konkret gelebt und erfahrbar wird - für ein gutes Leben aller."
Preis seit 2012
Die katholischen Männer- und Frauenorden zeichnen mit dem "Preis der Orden" seit 2012 herausragendes gesellschaftspolitisches und spirituelles Engagement an der Schnittstelle zwischen Orden und Gesellschaft aus. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Einreichungen sind noch bis zum 7. Oktober 2026 möglich. Der nächste "Preis der Orden" wird am Österreichischen Ordenstag 2026 (24. November) im Rahmen der Ordenstagungen in Wien vergeben.
Einreichen können Einzelpersonen oder Personengruppen aus Ordensgemeinschaften oder Ordenseinrichtungen. Ebenso können Personen oder Personengruppen aus dem öffentlichen Bereich einreichen, die ein Projekt in Kooperation mit Ordensleuten, Ordensgemeinschaften oder -einrichtungen umgesetzt haben. Das Projekt sollte bereits umgesetzt sein. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, "dass die (ordens-)christliche Sendung mitten im Leben präsent ist", wie es seitens der Ordensgemeinschaften heißt.
Infos: https://www.ordensgemeinschaften.at/portal/ueberuns/preisderorden)
Quelle: kathpress