
Missio feierte inklusive Messe mit Menschen mit Down-Syndrom
Mit einem inklusiv gestalteten und online übertragenen Gottesdienst hat Missio Österreich ein Zeichen für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Kirche gesetzt. Die Heilige Messe in der Kapelle "Licht der Völker" wurde von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, darunter viele mit Down-Syndrom, musikalisch und liturgisch mitgestaltet. Zelebrant war der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich, P. Karl Wallner, der am Mittwoch auf Sozialen Medien allen Mitwirkenden für die "berührende" Feier dankte. Über 2.000 Personen verfolgten die Feier online mit.
"Es war mir ein Anliegen, dass hier die Liebe Christi in besonderer Weise sichtbar gemacht wird", schrieb Wallner rückblickend. Durch die Online-Übertragung erreiche die Feier mehr Menschen als viele reguläre Gottesdienste. Für Missio sei es eine Ehre gewesen, Gastgeber einer solchen Feier zu sein. Die Päpstlichen Missionswerke unterstützten weltweit zahlreiche Inklusionsprojekte, "da ist es schön, dass wir auch hier vor Ort zeigen können, dass die Liebe Christi allen gilt", so Wallner.
An der Gestaltung wirkten die Glaubens- und Musikgruppe "Faith4U&Me" sowie das Veeh-Harfen-Ensemble "Saitensalat" mit. Lesung und Evangelium wurden in einfacher Sprache vorgetragen, Menschen mit Down-Syndrom übernahmen unter anderem die Lesung sowie musikalische Beiträge. Wallner griff in seiner Predigt auf, wie sich auch anspruchsvolle theologische Inhalte in verständlicher Sprache vermitteln lassen.
Die Organisation der Feier erfolgte gemeinsam mit der Erzdiözese Wien. Wallner dankte insbesondere der Behindertenseelsorgerin Anamarija Sobocanec Sostaric sowie allen Mitwirkenden auch der musikalischen Gestaltung mit Gesang, Gitarren, E-Piano und Veeh-Harfen.
Inklusive Gottesdienste gehören in der Erzdiözese Wien seit Jahren zum pastoralen Angebot. Dabei werden liturgische Texte bewusst in einfacher Sprache formuliert und Menschen mit Behinderungen aktiv in die Gestaltung eingebunden. Ziel ist es, Teilhabe nicht nur zu ermöglichen, sondern selbstverständlich werden zu lassen. Rund um den Welt-Down-Syndrom-Tag im März hatte die Erzdiözese bereits betont, dass Inklusion dort beginne, wo Betroffene nicht bloß eingeladen würden, sondern das kirchliche Leben selbstverständlich mitgestalten.
[youtube: error - youtube url seems to be wrong, need v-parameter or use video-id only]
Quelle: kathpress