
Neues Caritas-Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Lanzendorf
Ein modernes und barrierefreies Zuhause für 26 Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung entsteht gerade in Lanzendorf in Niederösterreich. Derzeit wird das in den 1970er Jahren errichtete und seit 13 Jahren leerstehende Wohnhaus "Haus Anna" von der Caritas der Erzdiözese Wien mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der EU und "Licht ins Dunkel" umfassend modernisiert. Der Standort soll entsprechend der Altersstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner schrittweise weiterentwickelt werden, um langfristig ein bedarfsgerechtes Wohnangebot für ältere Menschen mit Behinderung zu schaffen, teilte die Caritas am Freitag mit.
Niederösterreichs Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister besichtigte am Donnerstag gemeinsam mit dem Wiener Caritasdirektor Klaus Schwertner die Baustelle. "Mit der Sanierung von Haus Anna schaffen wir einen Ort, an dem Menschen mit Behinderung selbstbestimmt leben und sich zuhause fühlen können", betonte Schwertner. Moderne, barrierefreie Wohnräume, Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten würden im Haus Anna ein gutes Leben bis in Alter garantieren.
Klimafittes Gebäude
Menschen mit Behinderung sollen in Niederösterreich "selbstbestimmt, sicher und in Würde leben können - unabhängig von ihrem Alter oder Unterstützungsbedarf", so Teschl-Hofmeister. Die Förderung des Landes Niederösterreich sei nicht nur eine Investition in mehr Lebensqualität, Inklusion und Chancengleichheit, sondern zeige auch, dass soziale Verantwortung und nachhaltiges, klimafittes Bauen miteinander verbunden werden können. So erfolgt die Beheizung des Hauses etwa über die Nahwärme des Caritas-Areals, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und Maßnahmen gegen sommerliche Überhitzung. Dafür erhält das Projekt EU-Fördermittel im Rahmen von "NextGenerationEU" für klimafitte Gebäude.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird eine Wohngruppe aus dem "Haus Franziska" in das generalsanierte Gebäude übersiedeln. Das neue Raumkonzept sieht Wohngruppen für jeweils fünf bis sechs Personen mit Einzelzimmern sowie gemeinschaftlichen Wohn- und Essbereichen vor. Zusätzlich entstehen vier Wohneinheiten für jeweils zwei Personen. Im Dachgeschoss werden ein Multifunktions- und ein Bewegungsraum, Büroräume sowie eine Garçonnière eingerichtet. Der Außenbereich wird durch neue Balkone und Terrassen erweitert, um allen Bewohnerinnen und Bewohnern einen direkten Zugang ins Freie zu ermöglichen. Eine neue Fluchtstiege soll zudem die Sicherheit im Gebäude erhöhen.
Quelle: kathpress