
Schönborn: Gute Bildung in Krisenzeiten besonders wichtig
Auf die Bedeutung der Bildung insbesondere in Krisenzeiten hat Kardinal Christoph Schönborn in seiner Freitags-Kolumne der Tageszeitung "Heute" hingewiesen. Gerade die junge Generation brauche eine Chance, erklärte er mit Verweis auf den Jesuiten-Gründer Ignatius von Loyola (1491-1556), dessen Todestag sich am Freitag zum 470. Mal jährt. Er habe sich für die Erziehung sehr verdient gemacht: "Schulen in aller Welt gehen auf seine Initiative zurück", würdigte der emeritierte Erzbischof den Heiligen an der Schwelle zur Neuzeit.
Durch die Jesuiten hätten zahllose Menschen Orientierung im Leben, Besinnung und seelischen Halt gefunden - was in Krisen ebenso wichtig sei, so Schönborn weiter. Auch dadurch bleibe der Ordensgründer für heute aktuell. "Ignatius wusste noch nicht von all den drängenden Themen unserer Zeit. Aber sein Vorbild und seine Ideen sind umso wichtiger, um heute den Mut nicht zu verlieren." Menschen, die in der Welt Gutes wirkten und sich für bleibende Werte einsetzten, gäben Hoffnung und Halt und sorgten damit für "positive Nachrichten", denen die Menschheit angesichts der vielen Krisen und Kriege so dringend bedürfe.
Ignatius von Loyola starb am 31. Juli 1556 in Rom; an seinem Todestag begeht die katholische Kirche sein liturgisches Gedenken. Der frühere baskische Offizier gründete 1540 den Jesuitenorden (Gesellschaft Jesu), der sich neben der Verkündigung des Glaubens besonders der Bildung, Wissenschaft und Seelsorge widmet. Die Jesuiten zählen heute zu den größten katholischen Ordensgemeinschaften weltweit und betreiben Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen in zahlreichen Ländern. Ihre Spiritualität ist insbesondere durch die von Ignatius entwickelten "Geistlichen Übungen" geprägt, die bis heute weltweit zur Exerzitien- und Glaubensbegleitung genutzt werden.
Quelle: kathpress