
Fatima-Schiffsprozession am Bodensee: 800 Pilger beteten für Frieden
"Ein See - ein Gebet - drei Länder": So lautete das Motto der Fatima-Schiffsprozession auf dem Bodensee an Mariä Himmelfahrt. Rund 800 Pilgerinnen und Pilger aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben am Samstag bei der internationalen Prozession auf dem Wasser für den Frieden gebetet. Nach sechsjähriger Pause wurde die Wallfahrt zu Mariä Himmelfahrt wieder aufgenommen. Zum 45. Jahrestag der ersten Prozession im Jahr 1981 fand dabei erstmals ein Pontifikalamt auf dem Wasser statt. Der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain stand der Feier an Bord des Bodensee-Schiffs "MS Sonnenkönigin" vor. Seitens der Diözese Feldkirch nahm Generalvikar Hubert Lenz teil, teilt die Diözese Feldkirch auf ihrer Webseite mit.
In seiner Predigt wies Bonnemain auf die Gottesmutter als Friedensstifterin hin. "Marias Herz kannte keinen Unfrieden, da sie keine Sünde kannte", so der Churer Bischof. Der Friede beginne im Herzen. "Die Sünde ist Quelle der Kriege und die Kriege sind Sünden." Zugleich rief er die Gläubigen auf, die Menschen in den zahlreichen Kriegsregionen nicht zu vergessen: "Mögen alle Menschen, die gegenwärtig in den zahlreichen Kriegsregionen Grausames durchmachen müssen, unter dem Schutz Marias die Hoffnung auf Frieden und Heil nicht verlieren."
Die Fatima-Schiffsprozession geht auf eine Initiative von Ferdinand Andreatta aus dem Jahr 1979 zurück. Sie entwickelte sich zu einem der bedeutendsten christlichen Ereignisse der Bodensee-Region. Im Jahr 2000 übernahm die Gebetsstätte Wigratzbad die Verantwortung für die Pilgerfahrt. Während der Corona-Pandemie wurde die Prozession unterbrochen. Nun wurde sie auf Initiative von Benjamin Aepli vom Schweizer Verein "Ave Maria" wieder aufgenommen.
Zum Programm gehörten ein Vortrag des Theologen Ralph Weimann über die Bedeutung des Rosenkranzgebets und geistliche Gesänge der Gruppe Harpa Dei. Außerdem wurde ein "Rosenkranz-Bündnis" gegründet. Die Mitglieder verpflichten sich, täglich den Rosenkranz für den Frieden zu beten.
Quelle: kathpress