Papst bestätigt Besuch in Mariazell im Jahr 2007
Vatikanstadt, 30.1.06 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat am Montag im Gespräch mit Nationalratspräsident Andreas Khol bestätigt, dass er im Jahr 2007 der Einladung der österreichischen Bischöfe nach Mariazell entsprechen will. Khol war am Montag gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Ungarn, der Slowakei und Slowenien vom Papst empfangen worden. Rund 45 Minuten lang dauerte die Privataudienz für Khol und die Parlamentspräsidenten der Länder der "Regionalen Partnerschaft"; mit Khol wurden die Parlamentspräsidenten Ungarns (Katalin Szili), der Slowakei (Pavel Hrusovsky) und Sloweniens (France Cukjati) vom Papst empfangen. Polens Sejm-Präsident Marek Jurek konnte wegen der Tragödie um die eingestürzte Messehalle in Kattowitz nicht kommen.
Wie Nationalratspräsident Khol nach der Audienz betonte, habe Papst Benedikt dabei bestätigt, dass er im September 2007 zum 850-Jahr-Jubiläum des Marienheiligtums nach Mariazell kommen wolle. "Sie wissen, ich liebe Österreich und die Österreicher", zitierte Khol den Papst.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Europa und die europäische Verfassung, wie der österreichische Nationalratspräsident betonte. Benedikt XVI. habe die Notwendigkeit eines Bezugs auf die christlichen Werte in der EU-Verfassung unterstrichen. Auch über die Lage am Balkan sei gesprochen worden. Der Papst habe dabei die Rolle der "Regionalen Partnerschaft" gewürdigt. "Der Papst hat Europa und die EU als großen Raum des Friedens bezeichnet", sagte Khol. Dabei habe Benedikt XVI. auch die Bedeutung der Parlamente als "Ort der Legitimität und der Demokratie" unterstrichen. An christliche Politiker habe der Papst appelliert, unabhängig von ihrer Partei in den Parlamenten die Werte des Christentums zu vertreten.
Auch das Mozart-Jahr sei, wie Khol berichtete, beim Gespräch mit dem Papst erwähnt worden. Der Papst, der ein großer Musik-Liebhaber ist, habe Mozart als großen Europäer bezeichnet. Nach der Audienz beim Papst besuchten die Parlamentspräsidenten das Grab von Johannes Paul II. in den Grotte Vaticane. Danach trafen sie mit dem italienischen Kammerpräsidenten Pier Ferdinando Casini zusammen. (ende)