
Christliche Werte sind Gegenpol zur Ich-Kultur
Christliche Werte wie Nächstenliebe und Solidarität schaffen Lebenssinn und sind ein deutlicher Gegenpol zur gegenwärtigen "Ich-Kultur". Das betonte der Kärntner Bischof Alois Schwarz bei einem Festgottesdienst zum Abschluss der Kontaktwoche im Dekanat Hermagor. Zugleich hob Schwarz die gesellschaftliche Bedeutung des arbeitsfreien Sonntags hervor.
Im Rahmen der Kontaktwoche war Schwarz u.a. auch mit ehrenamtlichen kirchlichen Mitarbeitern zusammengetroffen. Der Bischof hob dabei den hohen Stellenwert des Ehrenamtes für die Gesellschaft hervor. Beim Ehrenamt gehe es darum, dem Nächsten zu helfen und das Miteinander zu gestalten. Die Kirche sei, ebenso wie alle anderen Institutionen, in denen ehrenamtliche Frauen und Männer wirken, dafür verantwortlich, "das Ehrenamt zu stützen und zu fördern, die Ehrenamtlichen qualifiziert aus- und weiterzubilden und für sie jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die sie von den gesetzlichen Vorschriften her benötigen", sagte der Kärntner Bischof.
Dazu brauche es Wertschätzung und Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit sowie "immaterielle Gegenleistungen für alle, die sich im Ehrenamt engagieren, damit sie jenen Lohn erhalten, der sie ermutigt, weiterhin in diesem Dienst zu bleiben, der ihnen Freude macht, mit dem sie anderen helfen und bei dem sie ihre Fähigkeiten einbringen können".
Ein "besonders hohes Potenzial an Ehrenamtlichkeit" liege, so Bischof Schwarz, bei den über 60-Jährigen. Menschen in diesem Lebensabschnitt gelte es diesbezüglich in besonderer Weise anzusprechen und zu fördern. In diesem Zusammenhang hob der Kärntner Bischof auch die sinnstiftende Funktion und den Zugewinn an Lebensqualität von ehrenamtlicher Tätigkeit hervor. Schwarz: "Ehrenamt schenkt Lebensjahre."