Zahl der Priesterweihen in Österreich stabil
In Österreich wurden im heurigen Jahr bisher 26 Männer zu Priestern geweiht. Unter den Neupriestern befinden sich 12 Diözesanpriester, weitere 14 kommen aus Orden oder ordensähnlichen Gemeinschaften. Insgesamt leben und wirken in Österreich rund 4.000 katholische Priester. Im Durchschnitt werden hierzulande jährlich zwischen 25 und 35 Priester geweiht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Priesterweihen mit 26 heuer gleichgeblieben. Die heurige Zahl könnte sich aber auch noch ein wenig erhöhen, da es vor allem in Orden das ganze Jahr über zu Priesterweihen kommen kann.
Die jüngsten Priesterweihen fanden am vergangenen Wochenende in Wien und Niederösterreich statt. In der Wiener Pfarrkirche St. Laurenz am Schottenfeld weihte der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Sonntag P. Hans-Ulrich Möring aus der österreichischen Provinz des Deutschen Ordens zum Priester. Möring ist ehemaliger Zeremoniär von Zsifkovics und Leiter des Liturgiereferats der Diözese Eisenstadt.
In seiner Predigt für den Weihekandidaten ging Bischof Zsifkovics auf den dreifachen Dienst ein, den ein Priester den Menschen erweisen soll. Priester müssten die Menschen in der Eucharistie zum "Tisch des Brotes" zu führen, sie in der Liturgie zum "Tisch des Wortes" zu begleiten und vor allem den Armen den Tisch decken, sagte der Bischof. Priesterlicher Dienst, der nicht "von Caritas, vom Liebesdienst am Nächsten, von der konkreten guten Tat bezeugt wird", sei "unglaubwürdig, unfruchtbar, wertlos", so Zsifkovics wörtlich.
Bereits am Samstag hatte der St. Pöltner Bischof Klaus Küng zwei aus Deutschland stammenden Angehörigen der Kongregation Servi Jesu et Mariae zu Priestern geweiht. Bei der Weihe von Manuel Stelzer und Daniel Artmeyer in der Pfarrkirche St. Georgen am Ybbsfelde wies Küng darauf hin, dass im heutigen Umfeld das Erkennen und Bejahen einer geistlicher Berufung schwieriger geworden sei. "Die Kirche braucht heute so dringend heiligmäßige Priester, die für andere da sind", sagte der Bischof.
Quelle: kathpress