
Mehr staatliche Hilfe für Syrien-Flüchtlinge nötig
Die Caritas fordert mehr staatliche Hilfsgelder für Syrien-Flüchtlinge. Wie Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer am Dienstag im Ö1-Mittagsjournal sagte, würden Spenden von Privatpersonen angesichts der Notsituation bei weitem nicht ausreichen. "Da sind Hilfsorganisationen überfordert", so Schweifer.
Hintergrund des Caritas-Appells ist die Ankündigung des UNO-Welternährungsprogrammes (WFP), wegen akutem Budgetmangel 1,7 Millionen Flüchtlingen in den Nachbarstaaten Syriens nicht mehr versorgen zu können. Geberländer hätten ihre finanziellen Zusagen zu dem Programm nicht erfüllt. Die Situation in Syrien und in den Nachbarländern sei auf das Versagen der internationalen Staatengemeinschaft zurückzuführen, so Schweifer. Deshalb sei es nun einfach unverantwortlich, die Hilfe einzustellen.
Die Caritas und weitere NGOs wie das Rote Kreuz verlangen in diesem Zusaamenhang die Aufstockung des österreichischen Auslandskatastrophenfonds durch die Regierung auf 20 Millionen Euro, wie das von SPÖ und ÖVP im Vorjahr im Regierungsprogramm festgeschrieben wurde. Mit den Staatsmitteln könne der Hunger der Flüchtlinge bekämpft werden, sagte Schweifer. Er plädierte weiters dafür, dass Österreich und auch alle anderen europäischen Staaten mehr Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, und zwar "vor allem jene, die in der Region keine Chance und keine Perspektiven mehr haben".