
Diözese Linz: Bildungskooperation mit Orden
Aus finanzieller Not eine pastorale Tugend machen: Dieses ambitionierte Ziel hat sich das Bildungszentrum Maximilianhaus der Diözese Linz gesteckt und eine Kooperation mit dem Puchheimer Redemptoristenkloster und -Exerzitienhaus sowie mit der Pfarre Maria Puchheim gesucht. Künftig wolle man nicht nur gemeinsam Räumlichkeiten nutzen, sondern auch ein gemeinsames Programm von Bildungs- und Exerzitienhaus entwickeln, teilte die Diözese Linz mit.
Ursprünglich sahen Einsparungspläne eine Schließung des Bildungshauses vor. Darauf habe es heftige Reaktionen und Proteste gegeben. Nun sei man froh, durch den "Schulterschluss mit Kloster und Pfarre" auch weiterhin "Bildung in der Region zu gewährleisten", so der Linzer Bischofsvikar und Pastoralamtsleiter Wilhelm Vieböck. Bildung, Pastoral und Ordensspiritualität würden damit in der Region künftig gemeinsam auftreten. Dies sei daher ein gelungenes Beispiel für das "Zusammenrücken und Zusammenhelfen"
Erste Schritte der Kooperation werden die gemeinsame Programmzeitschrift von Kloster und Maximilianhaus, die Übersiedlung der Pfarre ins Maximilianhaus, ein gemeinsamer Außenauftritt und die Vermietung der bisherigen Pfarrräumlichkeiten an Dritte sein.
Begrüßt wird die Kooperation auch von Redemptoristen-Provinzial Lorenz Voith: Eine Kooperation zwischen Ordensgemeinschaften und Diözese sei heute "wichtiger denn je" im gemeinsamen Einsatz für die Menschen. Zugleich erlebe man die Kooperation auch für die Puchheimer Redemptoristen-Einrichtungen als positiven "Motivationsschub": "Mit der Kooperation kann auch die notwendige Sanierung und Adaptierung des Erdgeschosses im Schloch Puchheim für alle drei Partner begonnen werden", so Voith.
Nicht nur auf der wirtschaftlichen Ebene könne die Kooperation der drei Bereiche gut funktionieren, erläutert der Pfarrer von Maria Puchheim, Josef Kampleitner. Die neue Zusammenarbeit ermögliche, "den Menschen von heute das Evangelium zu verkünden auf den drei Standbeinen: Bildung, Gemeinschaft vor Ort leben und das Evangelium verkünden und unseren Glauben zu feiern".
Schon lange habe die Pfarre mit dem Kloster und Exerzitienhaus gute Kontakte gepflegt, erzählt Kampleitner: "Seit der Errichtung des Maximilianhauses und des Pfarrzentrums 1993 lebte die Pfarre zwei Jahrzehnte in guter Nachbarschaft und Kooperation mit dem Bildungshaus der Diözese." Der Pfarrer zeigt sich erfreut, dass das Maximilianhaus weiterhin bestehe: "Mit der Kooperation von Pfarre, Maximilianhaus und Kloster wird ein Zukunftsprojekt auf die Beine gestellt."
(Informationen: www.maximilianhaus.at)