
Franziskus-Effekt spielt sich im Inneren ab
Der sogenannte "Franziskus-Effekt" lässt sich nicht in Statistiken ablesen. Vielmehr gehe es um ein persönliches Erleben für jeden Einzelnen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit "Kathpress" und "Radio Stephansdom" betont. Der Papst rege ihn "unglaublich stark zur persönlichen Umkehr, zur Freude am Evangelium und zum Nachdenken über meinen Lebensstil an", so Schönborn wörtlich.
Papst Franziskus bringe etwas mit, was sich Papst Benedikt wohl zutiefst gewünscht habe und vielleicht auch mit eine Grund für dessen Rücktritt gewesen sei: eine neue Einfachheit und Nähe zu den Menschen und die Freude am Evangelium. Er strahle eine große innere Freiheit aus, nenne die Dinge deutlich beim Namen und setze entsprechende Initiativen, so Schönborn.
Zugleich hob der Wiener Erzbischof die "tiefe Kontinuität" unter den Päpsten hervor. Von Papst Pius XII. bis heute sei die Kirche "unglaublich gesegnet" mit großen Gestalten: "Papst Johannes XXIII., Paul VI., Johannes Paul II, Benedikt XVI., Franziskus - sie allen waren bzw. sind überragende Persönlichkeiten, beeindruckende Menschen und Christen". Das bezeuge für ihn, so Schönborn, "dass der Herr seine Kirche tatsächlich führt, im Großen und im Kleinen".
Zu Weihnachten wolle er allen Menschen in Österreich in Erinnerung rufen, dass trotz aller berechtigter Ängste und Zukunftssorgen "die Hoffnung größer ist als alle Sorgen", so Schönborn abschließend.