
"Gottverbunden zu leben" stärkt Familienleben
Auch im Hinblick auf ein geglücktes Familienleben macht es Sinn, "gottverbunden zu leben": Die positive Auswirkung gelebten Christentums auf ein gutes Zusammenleben innerhalb der Familie und deren Beständigkeit hat der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng hervorgehoben. "Ein Paar, das gemeinsam betet, hat bessere Chancen", zitierte Küng aus einer US-Studie in einer Diözesanaussendung (Montag). Als Vorbild für ein christlich geprägtes Familienleben könne die Heilige Familie dienen. Diese sei zwar unvergleichlich, "eigentlich nicht nachahmbar, und doch werden in der Bibel und in den Ereignissen, die dargelegt werden, Haltungen aufgezeigt, die für jede christliche Familie wichtig sind", sagte Küng anlässlich des Festes der Heiligen Familie am Sonntag.
Positiv wirkten sich auf Paar-Beziehungen auch regelmäßige Gottesdienstbesuche und der Empfang der Sakramente aus. "Wenn man echt um ein christliches Leben, um Verbesserung bemüht ist, geht das fast sicher gut, trotz der Schwächen und Probleme, die sie haben mögen".
Den "Plan Gottes" für die Familie hervorzuheben und den Familien bei dessen Umsetzung zu helfen sei Aufgabe der Kirche, zitierte der Bischof Papst Franziskus. Das Thema Familie habe im laufenden Pontifikat eine zentrale Rolle gespielt. Nach einer außerordentlichen Bischofssynode zum Thema Familie im vergangenen Oktober wird das Thema neuerlich bei einer ordentlichen Synode im kommenden Herbst im Mittelpunkt stehen.
Eine zentrale Rolle bei der Vermittlung des christlichen Familienbildes spiele das "Beispiel des Vaters, der Mutter, der Geschwister, das persönliche Bemühen". Familie werde heute "gering geschätzt, schlecht behandelt", zitierte Küng Franziskus und appellierte dazu, einen Gegenakzent zu setzten und Familie bewusst zu leben. Es sei Zeit zu erkennen, "wie schön, wie wahr und gut es ist, eine Familie zu bilden, heute eine Familie zu sein". Familien seien "unentbehrlich" für das Leben der Welt und die Zukunft der Menschheit. Der Umgang innerhalb einer Familie müsse von einer Kultur der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts geprägt sein, appellierte der Bischof.