
Neuer Leiter des Wiener Kapuzinerklosters
Die Kapuziner in Wien stehen unter neuer Leitung: Thomas Krawczyk ist neuer Guardian und somit Hausoberer und Leiter des Kapuzinerklosters Wien, vermeldete der Orden in einer Aussendung (Mittwoch). Lech Siebert, Provinzial und Ordensoberer für Österreich und Südtirol, führte den polnisch-stämmigen Kapuziner am 6. Jänner in der Wiener Kapuzinerkirche im Rahmen eines Gottesdienstes in sein neues Amt ein. Krawczyk folgt auf Karl-Martin Gort.
Krawczyk sieht sein Amt vor allem unter dem Aspekt der Dienstschaft: "Ich möchte an dieser Gemeinschaft bauen und alles tun, damit es den Brüdern gut geht." Im September 2014 kam der Pater nach Wien, zuvor lebte er im Kapuzinerkloster Leibnitz in der Steiermark. Neben der Aufgabe als Hausoberer wirkt er als Seelsorger in der polnischen Gemeinde.
Dem Kapuzinerkloster in Wien kommt durch die Lage in der Bundeshauptstadt besondere Bedeutung als Studienkloster zu. Junge Mönche aus aller Welt verbringen einige Jahre in Wien, um hier zu studieren oder sich weiterzubilden. Zur Zeit sind zwei Kapuziner aus Indien und einer aus Tschechien Teil der Wiener Gemeinschaft. Neben der Internationalität ist das Kloster durch die ihm angeschlossene Kapuzinergruft bedeutsam. Über Jahrhunderte wurden die Mitglieder der Familie Habsburg von Kapuzinern seelsorglich begleitet und in der Gruft unter dem Kloster beigesetzt.
Neben Wien erhalten im Jänner 2015 auch die Klöster in Innsbruck, Meran und Bruneck neue Hausobere. Ein Guardian trägt die Verantwortung für die Brüder und das Kloster in personellen, spirituellen und wirtschaftlichen Belangen. Seine Amtszeit beträgt drei Jahr und kann einmal verlänger werden.