Frankreich: Gedenkmesse und Friedensgebete
Mit stillem Gedenken und Glockengeläut hat Frankreich den Opfern des Anschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" gedacht. Um 12 Uhr läuteten in zahlreiche Kirchen im Land die Glocken, allen voran in der Pariser Kathedrale Notre Dame, wie die Französische Bischofskonferenz am Donnerstag in Paris mitteilte. Eine anschließende Messe sei den zwölf Todesopfern des Anschlags und ihren Familien gewidmet. Zudem fänden den ganzen Tag über in zahlreichen Pariser Kirchen Friedensgebete statt. Der Pariser Erzbischof, Kardinal Andre Vingt-Trois, der sich derzeit in Rom aufhält, brachte in einer Botschaft sein "tiefes Mitleid" mit den Familien und Freunden der Opfer zum Ausdruck.
Vingt-Trois betonte in der Aussendung, gemeinsam mit allen Pariser Katholiken verurteile er die "barbarische Tat". Zugleich rief er dazu auf, sich in der Gesellschaft "mehr denn je" für gegenseitigen Respekt und Frieden einzusetzen.
Staatspräsident Francois Hollande hatte am Mittwochabend im französischen Staatsfernsehen alle Bürger des Landes aufgerufen, sich am Donnerstagmittag auf öffentlichen Plätzen zu versammeln und der Opfer des Anschlags zu gedenken. Am Mittwochvormittag hatten zwei vermummte Männer mit Schnellfeuerwaffen die Redaktion der Satirezeitung überfallen und zwölf Menschen getötet.
Mehrere Religionsvertreter kündigten für Donnerstag eine gemeinsame Erklärung zu den Anschlägen an. Auch der Präsident des französischen Islamrats (CFCM), Dalil Boubakeur, sagte, er werde gemeinsam mit muslimischen Vertretern Frankreichs eine Erklärung erarbeiten.