
Neuer Leiter für Innsbrucker Kapuziner
Der Innsbrucker Kapuzinerorden steht unter einer neuen Leitung: Pater Paul Borek ist der neue Guardian, also Hausoberer und damit Leiter des Kapuzinerklosters Innsbruck, vermeldete der Orden in einer Aussendung (Dienstag). Lech Siebert, Provinzial und Ordensoberer für Österreich und Südtirol, führte den polnisch-stämmigen Kapuziner am 11. Jänner in der Innsbrucker Kapuzinerkirche im Rahmen eines Gottesdienstes in sein neues Amt ein. Borek folgt auf Josef Künzle.
Bruder Paul sieht sein Amt vor allem unter dem Aspekt des Dienens: "Ich möchte für die Brüder da sein", betonte der Kapuziner. Zuletzt lebte und wirkte Borek im Kapuzinerkloster Bruneck in Südtirol und war vor allem für soziale Aufgaben zuständig. Mehrere Jahre stand er ehrenamtlich für die Begleitung von Freizeitaktivitäten im Seniorenheim in Girlan bei Bozen zur Verfügung.
Als Guardian trägt Borek die Verantwortung für die Brüder und das Kloster in personellen, spirituellen und wirtschaftlichen Belangen. Dem Kloster Innsbruck gehören derzeit 15 Kapuziner an. Damit ist es die größte Gemeinschaft der Provinz: Üblicherweise leben in einem Kapuzinerkloster zwischen drei und zwölf Brüder. Zusätzlich zu seiner neuen Aufgabe als Guardian arbeitet Bruder Paul weiterhin in der Diözesansynode der Südtiroler Diözese Bozen-Brixen mit.
Zentrale für Österreich und Südtirol
Besondere Bedeutung hat das Kloster Innsbruck für die Kapuziner vor allem durch die hier angesiedelte Provinzverwaltung. Bis zu zwölf Laien-Mitarbeiter gehen jeden Tag im Kloster ein und aus. Neben Innsbruck erhalten im Jänner 2015 auch die Klöster Wien, Meran und Bruneck neue Hausobere. Die Amtszeit eines Kapuzinerguardians beträgt drei Jahr und kann einmal verlängert werden.
Paul Borek wurde 1973 in Tarnow geboren. 1993 trat er ins Kloster ein und legte 1999 sein ewiges Gelübde ab. Die Priesterweihe folgte 2000.