
Friedensgebete in Linz und Dornbirn
In Linz und Dornbirn beten kommende Woche Vertreter verschiedener Religionen gemeinsam für den Frieden. Angesichts der schrecklichen Ereignisse in Nigeria und Paris lädt Feldkirchs Diözesanbischof Benno Elbs alle Vorarlberger am 22. Jänner zu einem "Gebet der Religionen gegen den Terror" auf den Dornbirner Marktplatz. In Linz rufen die Katholische Aktion (KA) Oberösterreich und die Islamische Religionsgemeinde (IRG) Linz für 24. Jänner zu einer öffentlichen Kundgebung für den Frieden auf. Die Kundgebung startet um 13 Uhr im Volksgarten, dauert bis 16 Uhr an und steht unter dem Motto "Gemeinsam gegen Gewalt".
Die einzige zielführende Antwort auf extremistischen Terror könne nur darin bestehen, gemeinsam und konfessionsübergreifend für Frieden, Freiheit und Solidarität einzutreten, mahnte KA-Präsident Bert Brandstetter in einer Aussendung (Freitag) ein. Es sei ein Gebot der Stunde, alles zu tun, um gegenseitigen Respekt und ein friedliches Miteinander in der pluralen Gesellschaft zu fördern.
In der Einladung zur Kundgebung distanzierte sich die IRG entschieden von jeglicher Gewalt: "Schandtaten wie die jüngsten Anschläge in Paris, bei denen Menschen ermordet worden sind, haben mit dem Islam nichts zu tun und sind auch nicht mit dem Koran vereinbar. Diese Verbrechen verfolgen politische und materielle Ziele und keine Glaubenslehre." Gleichzeitig warnte die IRG davor, "dass politische Verführer und Extremisten diese Anschläge dazu nutzen, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben".