
Klagenfurt: Neue Reliquie für Stift St. Paul
Das Jahr der Orden 2015 begann für das Stift St. Paul in der Diözese Gruk-Klagenfurt mit einem besonderen Ereignis. Die Benediktiner erhielten eine Reliquie des Bischofs Anton Martin Slomsek. Der kleine Knochen, dessen Echtheit nachgewiesen ist, wurde in einem schönen Reliquiar gefasst und in einer Vitrine in der Auferstehungskapelle der St. Pauler Stiftskirche aufgestellt, berichtete die "Kleine Zeitung" am Sonntag. Stanislav Lipovsek, Bischof der Diözese Celje, übergab im Rahmen eines Festgottesdienstes an den Abt des Stiftes St. Paul, Heinrich Ferenczy, eine Reliquie des seligen Fürstbischofs Anton Martin Slomek, dessen Leben eng mit der damaligen Diözese Lavant zusammenhing.
"Der Benediktinerorden zeichnete sich in seiner langen Geschichte stets durch große Heiligen- und Reliquienverehrung aus", erklärt Pater Siegfried. Slomsek war nicht nur Bischof von Lavant, sondern auch so etwas wie ein Vorreiter der Ökumene. "Er war 1851 wesentlich an der Gründung einer Bruderschaft beteiligt, die es sich im Geiste der heiligen Cyrill und Method zur Aufgabe machte, den Dialog zwischen der katholischen Kirche und der Ostkirche intensiv zu suchen und zu pflegen", sagt Pater Siegfried.
Zudem wurde im Vorjahr der Slomek-Pilgerweg in Kärnten fertiggestellt. "Er verbindet nicht nur St. Andrä mit St. Paul, sondern führt weiter nach Slowenien." In diesem Zusammenhang ist auch ein Pilgerwegführer in Arbeit, der demnächst erscheinen soll. Ein Vordruck wurde bei der Übergabe der Reliquie bereits an Bischof Stanislav Lipovsek überreicht.
Bischof Anton Martin Slomek war eine spirituelle Persönlichkeit und ist dem Orden wohlwollend gegenübergestanden", sagt Pater Siegfried Stattmann, Dekan des Stiftes St. Paul. Für das Stift begann das Jahr der Orden 2015 mit einem besonders feierlichen Ereignis.