
Gebäck zur Erhaltung des Stephansdoms
Mit dem Stephanspitz und dem Domspitz - Weizengebäck mit knusprigen Maisflocken umhüllt - möchte Bäckermeister Kurt Mann einen Beitrag zur Erhaltung des Stephansdoms leisten. 22 Cent pro verkauftes Gebäckstück gehen an den Verein "Unser Stephansdom", der sich seit 1987 für die Erhaltung des Doms einsetzt. Mann und Dompfarrer Toni Faber präsentierten am Dienstag im Curhaus am Stephansplatz die neuen Kreationen. Faber segnete zudem offiziell den Stephanspitz. Es sei "köstlich zu wissen, dass jeder einzelne dieser Stephan- und Domspitze zum Dom beiträgt, dass er erstrahlen kann", so Faber. Ab heute wird das Gebäck in den rund 80 Filialen der Bäckerei "Der Mann" in Wien und Umgebung angeboten.
Dompfarrer Anton Faber
Mit dem Genuss des Stephanspitz könnten die Menschen "Gutes für sich selbst tun und bei der Erhaltung des Stephansdoms helfen", so Günter Geyer, Obmann des Vereins "Unser Stephansdom". Zwei Drittel des Südturms seien bereits fertig gestellt, aktuell werde das unterste Drittel des Turms renoviert. Durch Umwelteinflüsse wie Wind, Regen, Taubenkot sowie Moos und Flechten werde die Bausubstanz des Doms geschädigt, weshalb eine laufende Restaurierung und Konservierung notwendig sei. Jährlich werden rund 2,2 Millionen Euro für die Restaurierungsarbeiten benötigt.
Bäckermeister Kurt Mann, der selbst im ersten Wiener Bezirk zu Hause ist, gehe des Öfteren zur Sonntagsmesse in den Stephansdom. Er habe einen besonderen Bezug zu dem nationalen Wahrzeichen, so Mann. "Es geht mir gut, ich bin gesund, daher möchte ich in meinem Leben etwas zurück geben", sagte er bei der Präsentation des Stephanspitz. Wichtig sei ihm dabei auch gewesen, dass 100 Prozent der Rohstoffe für den Spitz aus Österreich kommen. Ab heute wird der Stephanspitz in den rund 80 Filialen in Wien und Umgebung angeboten.
Bei der Präsentation anwesend war auch Dagmar Koller, Witwe des verstorbenen Bürgermeisters von Wien, Helmut Zilk. Zilk gründete gemeinsam mit dem damaligen Erzbischof von Wien, Hans Hermann Groer, 1987 den gemeinnützigen Verein "Unser Stephansdom" um das Kulturerbe für kommende Generationen zu bewahren. Wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungsprojekte um verbesserte Methoden zur Erhaltung des Doms zu finden werden ebenfalls von dem Verein finanziert.