
Schulterschluss für faire Steuerreform
"Familien steuerlich zu entlasten ist eine Frage der Fairness und der Glaubwürdigkeit!": Das halten die im familienpolitischen Beirat vertretenen Familienorganisationen im Vorfeld der für 17. März angekündigten Präsentation der Steuerreformpläne der Regierungskoalition fest. "Egal, ob steuerzahlend oder nicht, Familien erbringen unbezahlbare Leistungen, die viel zu wenig wertgeschätzt werden", heißt es in einer gemeinsamen Aussendung des Katholischen Familienverbandes, der Kinderfreunde, des Österreichischen Familienbundes, der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende, des Freiheitlichen Familienverbandes und von "FamilienZukunftÖsterreich" am Sonntag.
Die Gruppierungen erinnerten an das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung für die laufende Legislaturperiode, wo festgehalten ist: "Im Rahmen der Steuerreform sollen die Familien besonders berücksichtigt werden." Darüber hinaus seien im Herbst vom Finanzministerium etwa 500 Millionen Euro Entlastung für die Familien in Aussicht gestellt worden.
Die Familienorganisationen nannten fünf Punkte für eine "angemessene steuerliche Entlastung": Die Betreuungskosten für Kinder sollten bis zu deren 14. Lebensjahr und nicht wie bisher nur bis zum 10. Lebensjahr steuerlich absetzbar sein; Betreuungseinrichtungen sollten künftig die Möglichkeit haben, Elternbeiträge direkt ans Finanzamt zu melden, damit Betreuungskosten in der Arbeitnehmerveranlagung automatisch berücksichtigt werden. Weiters verlangt wird eine deutliche Erhöhung des Freibetrages (aktuell 220 Euro pro Kind und Jahr). Die Steuerfreibeträge und Absetzbeträge müssten regelmäßig erhöht bzw. valorisiert werden. Und schließlich: Für jene Familien, die so wenig verdienen, dass sie keine Einkommens- oder Lohnsteuer zahlen, müsse es bei der Steuerreform einen Ausgleich in Form einer Negativsteuer geben.
Familien als "die Leistungsträger unserer Gesellschaft" müssten bei der anstehenden Steuerreform spürbar entlastet werden. "Die Glaubwürdigkeit der Regierung wird nicht zuletzt davon abhängen, was den Familien nach der Steuerreform mehr im Geldbörsel bleibt", sind sich die Familienorganisationen einig.