
Ordensspital feiert 80-Jahr-Jubiläum
Mit einem Festakt hat das St. Josef Krankenhaus in Braunau sein 80-jähriges Bestehen als Ordensspital gefeiert. Das Krankenhaus befindet sich seit 1935 im Besitz der Franziskanerinnen von Vöcklabruck (ehemalige Schulschwestern). Der Oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer dankte den Franziskanerinnen für die 80-jährige Führung des Hauses und für die vielfältigen, auch finanziellen Leistungen des Ordens für St. Josef. "Die Franziskanerinnen haben viel für die Menschen der Region geleistet", so der Landeshauptmann.
Pühringer garantierte auch für die Zukunft eine bestmögliche flächendeckende medizinische Versorgung auf höchstem Niveau für die Braunauer Bevölkerung. Er betonte besonders, dass im neuen Masterplan 2016 bis 2022/25 für die oberösterreichischen Krankenhäuser das Krankenhaus St. Josef Braunau eine "prioritäre Position" hat. Der Landeshauptmann versprach, "dass es seitens des Landes vollstes Bemühen um den weiteren Ausbau des Krankenhauses St. Josef gibt".
Generaloberin Sr. Angelika Garstenauer dankte den Mitarbeitern, der öffentlichen Hand, Landeshauptmann Pühringer und ihren Mitschwestern für den Einsatz für St. Josef. Die Festansprache hielt der Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner zum Thema "Heil-Land. Vom Segen eines Ordensspitals".
Die Stadt Braunau war erstmals 1930 an die damaligen Vöcklabrucker Schulschwestern herangetreten, damit diese das städtische Krankenhaus übernehmen. Sie waren schon seit 1899 dort im Einsatz. Am 19. März 1935 wurden die Kaufverhandlungen mit einem zuerst mündlichen Vertrag zwischen Ordensleitung und Stadt Braunau abgeschlossen. Bei den Schulschwestern herrschte große Freude, die finanziellen Belastungen waren aber groß. Die Zahl der geistlichen Schwestern im Krankenhaus stieg ab 1935 kontinuierlich an, der Höchststand wurde 1974 mit 74 Schwestern erreicht. Derzeit befinden sich im Krankenhaus St. Josef Braunau 12 Franziskanerinnen von Vöcklabruck.