
Endspurt für Bürgerinitiative „Fakten helfen“
Die "Aktion Leben Östererich" fordert weiterhin eine anonyme Erhebung von Zahlen und Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen. Desweiteren übergibt sie am 23. April 2015 die Bürgerinitiative "Fakten helfen!", die noch bis 30. März 2015 unterzeichnet werden kann, an den Zweiten Nationalrats-Präsidenten Karlheinz Kopf. Der Bogen selbst kann online unter www.fakten-helfen.at heruntergeladen werden.
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich über die Bürgerinitiative:
Mit unserer Parlamentarischen Bürgerinitiative ‚Fakten helfen!‘ zeigen wir auf, dass in Österreich solide anonyme Daten und Fakten zu Schwangerschaftsabbrüchen fehlen. Wir brauchen diese aber, um gezielte Prävention und bedarfsgerechte Hilfen zu entwickeln. Wir und zehntausende UnterstützerInnen wollen wissen: Was ermutigt Frauen und Paare, sich ein Leben mit Kind zuzutrauen?
Konkret verfolgt aktion leben österreich mit ihrer Bürgerinitiative "Fakten helfen!" zwei Ziele. Zum einen die Einführung einer bundesweiten anonymisierten Statistik über Schwangerschaftsabbrüche in Österreich und deren jährliche Veröffentlichung und zum anderen eine regelmäßige wissenschaftliche Motivforschung für die Schwangerschaftsabbrüche als Basis für Prävention und bedarfsgerechte Hilfe.
Im Gegensatz zu anderen Ländern Europas fehle in Österreich beides. Allerdings sind beide Punkte eine Grundbedingung für die Senkung der Abbruchszahlen, so Kronthaler. Schätzungen zufolge bewegt sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Österreich pro Jahr zwischen 20.000 und 60.000.
Hinschauen lohnt sich
Es ist ein Alarmsignal, wenn Menschen sich aufgrund ihrer persönlichen Arbeits-, Ausbildungs- oder Wohnsituation nicht trauen, ein Kind zu bekommen. Die Abbruchsrate zeigt, wie familienfreundlich unsere Gesellschaft wahrgenommen wird.
Die Abbruchrate selbst gibt an, wie viele von 1000 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren sich jährlich für einen Abbruch entscheiden und zeigt laut Kronthaler, wie familienfreundlich eine Gesellschaft ist. Sie bezeichnet es als Alarmsignal, wenn Menschen sich aufgrund einer persönlichen Arbeits-, Ausbildungs- oder Wohnsituation sich nicht trauen, ein Kind zu bekommen.
Mit nur 5,6 ist die Abbruchrate in Deutschland besonders niedrig und beweist, dass eine Senkung mithilfe von Prävention durchaus möglich ist. Kronthaler betont, dass nur gesichertes Wissen über Zahlen und Gründe von Schwangerschaftsabbrüchen die Basis sein könne, um auch in Österreich die Abbruchrate zu senken.