
"Familia 2014" geht an "profil"-Autorenteam
Der Journalistenpreis "Familia 2014" geht an ein Autorenteam des Nachrichtenmagazins "profil". Familienministerin Sophie Karmasin überreichte die von sechs Familienorganisationen anlässlich des Internationalen Jahres der Familie 2014 initiierte Auszeichnung an Christina Hiptmayr, Salomea Krobath und Sebastian Hofer am Dienstagabend in Wien. Sie hatten mit dem Artikel "Zwergenaufwand" in der "profil"-Ausgabe 45/2014 überzeugt; die achtköpfige Fachjury mit Vertretern der Familienorganisationen und des Ministeriums lobte den "profund und ausgezeichnet recherchierten" Artikel über den Einfluss der Industrie auf Kinder und Familie, der bis hinein in die Schulen aufgezeigt werde.
Vergeben wird der Journalistenpreis zur Förderung des Familiengedankens und im Interesse einer umfassenden Information über Situation und Probleme der Familien in Österreich. Ausgeschrieben wurde ein mit 2.000 Euro dotierter Hauptpreis und fünf Preise zu je 1.000 Euro in den Kategorien Vereinbarkeit von Familie und Beruf, familienfreundliche Gesellschaft, Familienberatung und Elternbildung bzw. Online. Hier wurden Beiträge von Nina Brnada (Zeitschrift "Datum"), Constanze Griessler und Franziska Mayr-Keber (ORF Kulturmontag), Elis Thiel (Ö1, "Moment Leben heute"), Petra Waidhofer (Fachjournal "Unsere Kinder") ausgezeichnet. Weiters prämierte die Jury in der Kategorie "Online" einen Beitrag von Astrid Radner und Philipp Maschl.
80 Beiträge waren eingereicht worden, teilte Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbandes (KFÖ), in seinen Begrüßungsworten mit. Die Organisationen, die den Journalistenpreis ausgeschrieben hatten - der KFÖ gemeinsam mit den Kinderfreunden Österreich, dem Österreichischen Familienbund, der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende, der Freiheitliche Familienverband und "Familienzukunft Österreich" - hätten die Aufgabe, Lobbying für familienfreundliche gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu betreiben.
Dass das die Politik derzeit nicht leicht macht, verdeutlichte Trendl mit kritischen Seitenbemerkungen zur Steuerreform: Nur zwei Prozent ihres Volumens kämen explizit den Familien zugute, durchschnittlich 5,50 Euro fördere der Staat jedes Kind pro Monat, "damit sind keine großen Sprünge möglich".
Karmasin-Ziel: "Familienfreundlichstes Land"
Ministerin Karmasin - von der Regierungsklausur in Krems direkt zur Preisverleihung angereist - bekundete, sie hätte sich von der Steuerreform für die Familien "mehr gewünscht", aber auch so könne sich das Ergebnis der Verhandlungen durchaus sehen lassen. Österreich wende 100 Millionen Euro pro Jahr für Familienförderung auf, die Regierung stehe zu dem Ziel, das Land binnen zehn Jahren zum familienfreundlichsten in Europa zu machen. Die Familienorganisationen und auch die Medien sollten auf dem Weg dorthin als Unterstützer fungieren - und dies durchaus auch mit kritischer Begleitung und Berichterstattung, wie Karmasin betonte.
Der Jury für den Journalistenpreis "Familia 2014" gehörten u.a. die Vorsitzende des Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten, Gabriele Neuwirth, sowie KFÖ-Vizepräsidentin Irene Kernthaler-Moser an. Die Arbeiten der Preisträger sind auf der Homepage des Katholischen Familienverbandes (www.familie.at) abrufbar.