
Sonderausstellung über Gottesmutter Maria
"Maria. 1001 Gesichter der Liebe" lautet der Titel der diesjährigen Sonderausstellung im Diözesanmuseum Graz. Der Fokus der "vielfach in den letzten Jahren nachgefragten" Schau liege auf Bildern und Darstellungen von Maria in steirischen Kirchen, Klöstern und Gnadenorten, wie Museumsdirektor Heimo Kaindl mitteilte. Im von der Diözese Graz-Seckau begangenen "Jahr der Liebe" gehe das Diözesanmuseum somit auf die Spurensuche nach der Gottesmutter, die nach Jesus die wichtigste Gestalt in der christlichen Kunst sei. "Das Wunderbare und die Faszination ihres Lebens zwischen Glück und Leid hat Künstler und Kunsthandwerker seit Jahrhunderten herausgefordert" und zu Werken "von grandioser Aussage und tiefer Frömmigkeit" geführt, so Kaindl.
Die Ausstellung greife Fragen auf wie: Wer war Maria? Wie wandelte sich ihre Rezeption in der Geschichte, und in welchen Marienbildern schlug sich das nieder? Wo begegnet sie uns heute? "Herausragende Kunstwerke vom Mittelalter bis in die Gegenwart geben Antworten", heißt es in der Ankündigung.
So zeigt die gotische Pietà Trauer und tiefstes Leid einer Mutter, die Schönen Madonnen der Gotik dagegen vermittelten Glück und Mutterfreude. Zu sehen sind Bilder der schwangeren Maria und der stillenden Mutter, Maria als Fürsprecherin und helfende Schutzmantelmadonna.
Ein besonderer Akzent der Schau liegt auf den Marienwallfahrtsorten in der Steiermark, allen voran Mariazell mit der "Magna Mater Austriae", die eigentlich nur eine kleine Statue von 47 Zentimetern ist.
Zugänglich ist die Ausstellung von 15. April bis 11. Oktober 2015, eröffnet wird sie am 14. April 2015 um 19 Uhr durch Diözesanadministrator Heinrich Schnuderl im Diözesanmuseum Graz (Bürgergasse 2, 8010 Graz).
Noch bis 26. April läuft die Ausstellung "Fastenzeit Ostern Pfingsten". Sie stellt Inhalte, Bilder und Bräuche der einzelnen Festtage rund um das Osterfest vor "und lädt ein, diese neu kennenzulernen". (Info: www.dioezesanmuseum.at)