
Kardinal gratuliert Kultusgemeinde
Kardinal Christoph Schönborn hat am Freitag, dem Rüsttag zum jüdischen Pessach-Fest, dem Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und der Israelitischen Kultusgemeinde gratuliert. Wörtlich heißt es in dem Glückwunschschreiben: "Möge das Pessach-Fest auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen und Quell der Hoffnung sein. Mein Gebet und das Gebet vieler Christen um den Frieden m Nahen Osten und um das Wohlergehen Israels wird in diesen Tagen und Wochen besonders intensiv sein."
Weltweit feiern mehr als 15 Millionen Juden das einwöchige Pessach-Fest. Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Pessach (auch Passah, Pascha) ist eines der wichtigsten Familienfeste.
Der Name Pessach bedeutet auf Hebräisch "Vorüberschreiten". Er erinnert daran, wie die Israeliten in der Nacht vor ihrem Auszug aus Ägypten ihre Hauspfosten mit dem Blut von geschlachteten Lämmern markierten, so dass ihre Familie verschont blieben, während sonst alle Erstgeborenen im Land starben.
Die Speisenfolge für den sogenannten Seder-Abend ist seit mehr als 1.000 Jahren vorgegeben. Es werden sechs typische Speisen gereicht, die an die harte Zeit der Sklaverei in Ägypten erinnern. Das Bitterkraut steht beispielsweise für die Unterdrückung durch die Ägypter. Salzwasser, in das ein hartgekochtes Ei getunkt wird, ist den vergossenen Tränen nachempfunden. Vier Gläser Wein symbolisieren die vier göttlichen Verheißungen. Jede Familie rezitiert oder singt Texte aus der Haggada, einer rabbinischen Textsammlung über den Auszug.