
Osterbotschaft hat transformierende Kraft im Alltag
Das Kreuz und das damit verbundene "dennoch", das sich in der Auferstehung als richtig erweist, haben Auswirkungen auf das eigene Leben im hier und jetzt. Das haben Salzburgs Erzbischof Franz Lackner und St. Pöltens Diözesanbischof Klaus Küng in Botschaften an die Gläubigen am Karfreitag betont: "Im Glauben an Christus können auch Leid, Bedrängnis, sogar Ehrverlust und Verfolgung zu etwas werden, das seine Bedeutung, seinen Wert hat, weil mit seiner Hilfe die Liebe die Oberhand gewinnt", so Küng im ORF-Radio wörtlich.
Die christliche Osterbotschaft gebe Hoffnung; "Das Kreuz schafft es, die Welt und die Menschen zu verwandeln. Allerdings ist dafür Glaube an Christus notwendig, oft auch innere Umkehr", so Küng. Gläubige müssten sich fragen: "Würden wir uns an die Seite Christi stellen? Würden wir zu ihm stehen? Oder würden wir sagen 'Mit dem habe ich nichts zu tun!?'"
Erzbischof Lackner verwies in seiner Botschaft auch auf die Verantwortung aller Christen, "die Erinnerung an das Geschehen in jener wundersamen Osternacht wach und lebendig zu halten". Gleich wie den ersten Auferstehungszeugen, die die Botschaft von Christi Auferstehung in die Welt hinaus getragen hätten, "sind auch wir beauftragt, mit dieser frohmachenden Botschaft hinauszugehen, an die Ränder der Welt, wo oft viel Hoffnungslosigkeit, Depression und Sinnleere herrschen". Allzu schnell werde aber auch in der "Geschäftigkeit des Alltags der Kirche ureigenster Auftrag verdunkelt, die Erinnerung jenes wundersamen einmaligen Ereignisses am Grab Jesu zu hüten."
Als Sinnbild für die "Leere in Menschen" könne das leere Grab Jesu dienen. "Aber Leere muss nicht gähnender Abgrund sein, sondern ein Hinweis, dass etwa fehlt: Gott. Und an diesem Grabesort möchte Sehnsucht aufbrechen und das Leben uns überraschen", betonte Lackner