
Leichter Aufwärtstrend bei Kindertaufen in Tirol
Tirol verzeichnet einen leichten Aufwärtstrend bei Kindertaufen. Das bestätigte die Innsbrucker Seelsorgeamtsleiterin Elisabeth Rathgeb gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Sonntag). So wurden im vergangenen Jahr laut Rathgeb in der Diözese Innsbruck 3.994 Kinder getauft; 2013 waren es 3.814 und 2012 noch 3.886. Dies sei ein leichter Aufwärtstrend von 180 Kindern, "nachdem in den Jahren vorher der Trend analog zum Geburtenrückgang auch bei den Taufen rückläufig war". Demnach wurden in Tirol 159 Kinder zwischen dem ersten und dem sechsten Lebensjahr getauft, 52 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren und 37 nach dem 14. Lebensjahr.
Zugleich könne man feststellen, so Rathgeb, dass Katholiken weiterhin an der Taufe ihrer Kinder festhalten während ausgetretene Eltern "auch ihre Kinder nicht mehr taufen lassen". Weiters gebe es ein Land-Stadt-Gefälle bei den Taufen: In städtischen Gebieten sei die Kindertaufe weniger verbreitet als auf dem Land. "Die Anzahl der getauften Kinder ist am Land noch höher als in der Stadt, das liegt unter anderem am Anteil der Muslime und Andersgläubigen" vor allem in städtischen Gebieten, so Rathgeb.
Rückläufig sei der Trend indes bei der Erstkommunion, die am heutigen "Weißen Sonntag" traditionell in vielen Pfarren gefeiert wird: "Insgesamt geht die Zahl der Kinder kontinuierlich zurück, da macht sich der Geburtenrückgang bemerkbar". Zugleich gebe es jedoch ein ungebrochen starkes Engagement von freiwilligen Helfern bei der Begleitung der Erstkommunion-Kinder, weiß die Seelsorgeamtsleiterin zu berichten.