
10 Preisträger erhalten Solidaritätspreis
Die insgesamt zehn Preisträger des Solidaritätspreises 2015 der Kirchenzeitung der Diözese Linz stehen fest. Die Verleihung findet am Freitag, 15. Mai, um 18 Uhr im Linzer Landhaus statt. Landeshauptmann Josef Pühringer und Bischof Ludwig Schwarz werden die Preise überreichen. Die Kirchenzeitung der Diözese Linz ehrt damit - mit finanzieller Unterstützung durch das Land Oberösterreich und die Diözese Linz - Personen und Gruppen, die sich durch besonders richtungsweisendes solidarisches Handeln auszeichnen. Soziale Initiativen sowie der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sollen bekannt und gefördert werden.
Der Solidaritätspreis wird heuer wieder in drei Kategorien (Einzelpersonen, Gruppen Jugendprojekte) jeweils drei Mal vergeben. Zusätzlich wird heuer erstmals ein Preis in der neuen Kategorie "Lebenswerk" vergeben.
Für ihr "Lebenswerk" wird Marianne Kollmann aus St. Martin im Innkreis ausgezeichnet. Sie engagiert sich seit den 1980er Jahren auf vielfältige Weise in der Pfarre wie auch in der Entwicklungshhilfe.
In der Kategorie "Einzelpersonen" werden Mathilde Leeb, Joan Bairam und Johann Eidenhammer ausgezeichnet. Leeb ist Leiterin des Pfarrcaritas-Kindergartens "Schwalbennest" von Linz-Urfahr und fördert seit Jahren das multikulturelle Miteinander. Im Kindergarten leben und feiern Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, Kinder aus christlichen Familien und anderen Religionen. Ihre Eltern sind in die Feste des Jahreszyklus eingebunden.
Der junge syrische Asylwerber Joan Bairam aus Linz besucht wöchentlich Bewohner im Seniorenhaus Abendfrieden in Gallneukirchen. Er liest ihnen vor und spielt mit ihnen Brettspiele.
Der pensionierte KFZ-Mechaniker Johann Eidenhammer aus Burgkirchen repariert gebrauchte PKWs und Fahrräder, die er an bedürftige Menschen verschenkt. In den Genuss seiner Mobilitätshilfe kommen Alleinerziehende, oft mit behinderten Kindern, und Asylwerbende.
In der Kategorie "Gruppen" werden heuer das Team der Neuropädiatrischen Ambulanz des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Linz, die Bettellobby Oberösterreich und der Verein NETs.werk ausgezeichnet. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz organisiert seit 1995 "Intensiv-Wochen für Familien mit behinderten Kindern". Ärzte, eine Psychologin sowie Jugendliche sorgen ehrenamtlich für eine umfassende Unterstützung.
Die Bettellobby OÖ setzt sich für die Rechte von Bettlern und gegen ihre Vertreibung bzw. Kriminalisierung ein. Der Verein NETs.werk mit Sitz in Steyr stärkt als Versorger-Verbraucher-Netzwerk Regionalität, biologische Produktion, soziales und tierfreundliches Wirtschaften und Konsumieren.
In der Kategorie "Jugendprojekte" werden der actionPool der youngCaritas Oberösterreich, der JugendTheaterTreff Courage und der Friseurlehrling Mahmuti Besart prämiert. Beim action pool sind 270 Jugendliche in Oberösterreich über Facebook vernetzt und halten sich grundsätzlich bereit für den Fall, dass die Caritas zupackende Hände braucht. Das geschah 2014 etwa 40 Mal, worauf insgesamt 140 Pool-Mitglieder an Einsätzen mitwirkten.
Seit 2007 spielen Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung im JugendTheaterTreff Courage in Rohrbach gemeinsam Theater. Dabei stärkt das Theaterprojekt gerade auch bei Jugendlichen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen Platz finden, das Selbstbewusstsein und lässt sie ein Gefühl der eigenen Würde entwickeln.
Der Welser Friseurlehrling Mahmuti Besart schließlich kommt einmal im Monat ins Projekt "Essen und Leben" des vorjährigen Solidaritätpreisträgers Erwin Hehenberger. Er schneidet dort Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, kostenlos die Haare.
Für den heurigen Solidaritätspreis wurden 137 Einzelpersonen, Gruppen/Projekte sowie Jugendprojekte eingereicht. Die Gesamtdotation von 20.000 Euro stellen je zur Hälfte die Diözese Linz und das Sozialressort des Landes Oberösterreich.