
Caritas leistet 400.000 Euro-Soforthilfe
Angesichts der verheerenden Unwetter unterstützt die Caritas Tirol mit einer ersten Soforthilfetranche die betroffenen Familien mit 400.000 Euro. "Wir stehen seit Montag in Kontakt mit den Gemeinden, um die Hilfe rasch und unbürokratisch abzuwickeln", informierte Caritasdirektor Georg Schärmer in einer Aussendung (Mittwoch). Alle Spenden werden ohne Verwaltungsabzug an die Betroffenen weitergeleitet. An die Tiroler Bevölkerung gewandt bat er um weitere Spenden: "Gemeinsam können wir aus der Flutwelle der Zerstörung eine Woge der Hilfsbereitschaft machen."
Im Sellraintal (Bezirk Innsbruck-Land) richteten Dutzende Murenabgänge und Überschwemmungen in der Nacht auf Montag großen Sachschaden an. Etwa 30 Personen mussten evakuiert werden. In der Gemeinde See im Paznauntal (Bezirk Landeck) traten Bäche in der Nacht über die Ufer. Der Ortsteil Gries wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Etwa 20 Häuser waren betroffen, rund 100 Menschen mussten evakuiert werden.
Der Schaden nach den jüngsten Unwettern in Tirol beträgt laut Landeshauptmann Günther Platter rund 30 Millionen Euro. 50 Prozent des Privatschadens sollen aus Mitteln des Katastrophenfonds übernommen werden. Dies erklärten der Landeshauptmann und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Dienstagabend nach einem Lokalaugenschein in den Gemeinden bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.
Die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Unwettern am Sonntag und Montag werden wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Das Bundesheer stand mit insgesamt rund 250 Mann im Einsatz. (Spendenkonto: Raiffeisenlandesbank Tirol; IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950; BIC: RZTIAT22; Kennwort: Unwetter Katastrophe Tirol)