
Interreligiöses Miteinander zum Ramadan-Ende
Die Bedeutung der offenen Begegnung zwischen Christen und Muslimen "gerade auch angesichts der Ankunft so vieler Menschen, die vor Terror und Krieg nach Europa geflüchtet sind", hat der Feldkircher Bischof Benno Elbs betont. Anlass war ein Glückwunschschreiben, das er am Dienstag zum Ende des Fastenmonats Ramadan an Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaften in Österreich richtete. "In einem gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Umfeld, in dem das Bild von der Friedenskraft der Religionen in der Öffentlichkeit durch verbrecherischen Missbrauch lautstark in Frage gestellt wird", erscheine es ihm umso wichtiger, dass die Religionen immer wieder Zeichen für die Güte und Barmherzigkeit Gottes setzen, so Elbs.
Besonders Kriegsflüchtlinge mit ihrem schweren Schicksal riefen die Verpflichtung der Religionsgemeinschaften zu solidarischer Hilfe ins Bewusstsein. Der Vorarlberger Bischof wandte sich als Referatsbischof für den Dialog der Weltreligionen zum Ramadan, der heuer zwischen 18. Juni und 16. Juli begangen wird, an die österreichischen Muslime.
Mit der Feststellung, dass die Bedrohung durch den IS-Terror für die Religionen heute im Besonderen eine Herausforderung darstelle, verband Elbs auch den dringenden Wunsch nach einer Vertiefung des solidarischen Miteinanders. Als sichtbares Zeichen dafür nannte der Bischof u.a. das interreligiöse Friedensgebet am Dornbirner Marktplatz Anfang 2015 zu dem sich rund 2.000 Menschen unterschiedlicher Religionen versammelt hatten.